Die Arbeit als Touristiker ist sehr vielfältig, kein Tag gleicht dem anderen. Wir Touristiker schaffen neue Angebote, verhandeln mit Politik- und Behördenvertretern, setzen neue Marketingkampagnen um, diskutieren mit unseren Leistungsträgern und noch vieles mehr, um Gäste in unsere Region zu bringen und ihnen die Schönheit unseres Tals zu zeigen.

Eine der Hauptherausforderungen am Ganzen? Man muss sich immer bewusst sein, was unsere Region oder unseren Kanton so einzigartig macht. Die Schönheit unserer Region mit der intakten Natur, dem grossen Kulturerbe, den architektonischen Meisterwerken ist nicht selbstverständlich. Alle, die in der Region leben, sehen zwar jeden Tag diese Schönheiten, aber, weil wir alle nur Menschen sind, nehmen wir diese gar nicht mehr wahr. Wenn man etwas jeden Tag sieht, wird es irgendwann praktisch unsichtbar und z.T. fallen einem die (schleichenden) Veränderungen gar nicht mehr auf.

Was können wir dagegen tun? Wir müssen unsere Region mit den Augen des Gastes betrachten und unser Bewusstsein für das Schöne immer wieder neu stimulieren. An Dorfführungen, oder an geführten Besichtigungen oder Wanderungen teilnehmen, in einem Restaurant etwas Lokales essen und damit die Region immer wieder neu entdecken ist meiner Meinung nach essentiell, und zwar nicht nur für uns als Touristiker, sondern für alle Player der Tourismuskette. Es ist überhaupt nichts Schlimmes daran, für einmal „Tourist im eigenen Land“ zu sein. Damit können wir den Dialog zwischen Gast und Politik/Leistungsträger immer wieder fördern und die Wahrnehmung gegenüber den Schönheiten unserer Region wieder stärken (und zusätzlich wird dann der „fremde“ Gast gar nicht mehr so als Fremder wahrgenommen).

Haben Sie Ihre Dorfführung bereits gebucht?

Die Tourismus-total-Expertenrunde von GRHeute berichtet und kommentiert einmal wöchentlich über aktuelle Tourismusthemen für Graubünden.

Heute für Sie unverblümt und direkt von der Front: Michael Kirchner, Bregaglia Turismo.

 

(Bild: Bregaglia Tourismo)

 

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