Graubündens Volleyball wird nach dem Abstieg der beiden Frauenteams von Rätia Volley und Moesa Volley auch in der kommenden Saison noch in der nationalen 1. Liga vertreten sein. Verantwortlich dafür ist das Fanionteam der Männer des VBC Chur, das sich in den Aufstiegsspielen gegen den VBC Servette Star-Onex und Martigny Volley in überzeugender Manier hat durchsetzen können und nach dem Bündner Cupsieg – bei den Frauen hat sich der VBC Arosa als Nachfolger von Rätia Volley den Titel geholt – einen weiteren Erfolg feiern kann.

Die erste Mannschaft des VBC Chur, früher als Rätia Volley die nationale 1. Liga- und danach als Volley Untervaz die regionale 2. Liga-Meisterschaft bestreitend, hielt sich von Saisonbeginn an in den Spitzenpositionen der höchsten Regionalliga der Männer auf und beendete die vergangene Saison auf dem zweiten Tabellenplatz. Da der TSV Jona Volleyball bereits mit einem Team in der nationalen 1. Liga vertreten ist, konnte er trotz Gruppensieg und Regionalmeistertitel nicht an den Aufstiegsspielen teilnehmen. 

Die nachrückenden Churer nahmen nun die Chance wahr, schlugen vor einer Woche in Genf den VBC Servette Star-Onex mit 3:2-Sätzen und benötigten somit im Heimspiel vom Sonntag in der Sporthalle Sand gegen Martigny Volley nur noch einen Punkt, das heisst zwei Satzgewinne, um den Aufstieg sicherzustellen. Sie liessen vor einer erfreulich grossen Zuschauermenge aber keine Zweifel aufkommen und schickten die Unterwalliser trotz anfänglichem Rückstand mit 3:0-Sätzen geschlagen nach Hause. Dabei zeigten sie eine in jeder Hinsicht überzeugende Leistung.

Es ist zu hoffen, dass sich dieser vor der Saison nicht unbedingt erwartete Erfolg positiv auf die Entwicklung des Bündner Volleyballs auswirken wird, denn im Männerbereich sind die Probleme unübersehbar. Vielleicht kommt aber dieser Impuls, vor allem auch für die Nachwuchsförderung, gerade zum richtigen Zeitpunkt.

 

(Bild: zVg.)   

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