Am Samstagabend fuhren die Emserinnen frohen Mutes und top vorbereitet nach Ebnat-Kappel, um dort 3 Punkte abzustauben. Leider wurden sie wieder einmal vom Pech verfolgt.

Die Partie begann vielversprechend für die Bündnerinnen. Mit viel Druck und schönem Zusammenspiel drängten sie die Frauen vom FC Ebnat-Kappel in deren Hälfte. Bereits in der 5. Minute holte der DFC Ems einen Eckball heraus, welcher jedoch nicht effizient verwertet werden konnte. Nur zwei Minuten später die nächste Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch auch diese Chance wurde nicht ausgenutzt. Im Minutentakt ging es so weiter. Eine Chance nach der anderen wurde nicht wahrgenommen. Der Ball flog neben das Tor, über das Tor oder wurde von Torhüterin Noemi Strasser sensationell abgewehrt. Die Bündnerinnen liessen sich jedoch nicht beirren und versuchten es weiter. Die defensive Arbeit liess dadurch nicht nach und somit konnte permanenter Druck ausgeübt werden. Durch einen unglücklichen Zusammenstoss im gegnerischen Sechzehner musste in der 30. Minute Stürmerin Solana Dietrich verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Trotz des Rückschlags, wuchs der Kampfgeist des DFC Ems noch mehr. In der 42. Minute dann endlich die Erlösung. Nicole Walker setzte mit einem super Pass Giulia Fasser optimal in Szene. Aus einer Distanz von ca. 18 Metern bugsierte Fasser den Ball direkt unter die Latte. Die Aufwendungen hatten sich doch noch gelohnt und die Emserinnen gingen mit einem Tor Vorsprung in die Pause.

Die Gäste erhofften sich nun mehr in der zweiten Halbzeit. Während den ersten zehn Minuten bot sich ein gewohntes Bild für die Zuschauer. Die Emserinnen befanden sich mehrheitlich in der gegnerischen Hälfte und versuchten mit tollen Torchancen den Vorsprung zu vergrössern. Durch eine kleine Unaufmerksamkeit und Unentschlossenheit der Bündner Defensive gelang es der Stürmerin des FC Ebnat-Kappel alleine aufs Tor zu ziehen. Diese liess sich nicht zweimal bitten und schoss das 1:1. Leicht verunsichert, versuchten die Emserinnen erneut Druck aufzubauen. Sie erspielten sich wiederum eine Chance nach der anderen, doch der Ball wollte einfach nicht ins Netz. Nach einem Eckball für die Gäste, konterte das Heimteam schnell. Mit zwei Pässen spielten sie die bis anhin gute Verteidigung der Emserinnen aus und schossen souverän in der 66. Minute das 2:1. Das Spiel wurde unruhiger und es glich mehr einem „Herumgekicke“ als schönem Fussball. In der 76. Minute dann der Ausgleich. Nach einem Abpraller setzte sich Nicole Gartmann durch und zog den Ball schön flach in die linke Ecke. Trotz des Ausgleichs gab es Unruhen auf dem Platz, welche der FC Ebnat-Kappel ausnützte und sich nach einem Sologang der Nummer 11, Selin Roth, das 3:2 sicherte. Die letzten fünf Minuten warfen die Emserinnen nochmals alles nach vorne, um wenigstens einen Punkt nach Hause zu holen. In der 89. Minute dann die Möglichkeit der Emserinnen: Freistoss für Ems, welcher von Andrea Nigg bilderbuchmässig auf Nicole Gartmann gezielt wurde. Diese legte den Ball auf Ursina Kühne ab, welche präzis in Richtung leeres Tor schoss. Im letzten Moment aber verhinderte die Verteidigerin des FC Ebnat-Kappel auf der Linie das Tor, was somit die Rettung und den Sieg für das Heimteam bedeutete.

Nach gefühlten 100 Chancen war es unverständlich, den Sieg nicht nach Hause zu holen. Doch wenn man die Tore nicht macht, bekommt man sie. Enttäuscht und unzufrieden kehrten die Emserinnen ins Bündnerland zurück. Den Kopf hängen lassen, kommt aber nicht in Frage, denn es folgen weitere Spiele, an welchen dem Pech den Rücken zugekehrt werden kann.

SPIELTELEGRAMM:

FC Ebnat-Kappel – DFC Ems 3-2 (0-1)

Untersand, Ebnat-Kappel

Tore: 0-1 (42′ Fasser), 1-1 (56′ FC Ebnat-Kappel), 2-1 (66′ FC Ebnat-Kappel), 2-2 (76′ Gartmann), 3-1 (82′ FC Ebnat-Kappel)

Verwarnungen: Gartmann

FC Ebnat-Kappel: Strasser, Appius, Gabathuler, Abderhalden, Forrer, Scheiwiller, Gadient, Horvat, Roth (C), Baumann, Castelberg, Grüninger, Tschumper

DFC Ems: Daniele, Nigg (C), Riedi, Ideler, Lerchi, Kühne, Gartmann, Walker, Dermond, Dietrich, Tschalèr, Flury, Barandun, Fasser, De Sousa

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