In der grossen GRHeute-Wahlserie beleuchten wir bis zum grossen Tag am 10. Juni die Bündner Regierungsrats-Kandidaten. Wir stellen eine Frage – und erhalten sieben Antworten. Machen Sie sich selbst ein Bild der Kandidaten!

 

Heute die Frage: «Wofür steht Ihre Kantons-Partei im Gegensatz zu den anderen in Graubünden?»

 

Peter Peyer (SP, neu)

«Graubünden braucht jetzt einen Schritt vorwärts. Wenn der Kanton in Bildung, Forschung und Kultur investiert, entstehen mehr gute Arbeitsplätze. Pioniergeist bei Digitalisierung und Klimaschutz machen uns fit für die Zukunft. Massnahmen für anständige Löhne, bezahlbares Wohnen und mehr Kinderbetreuungsangebote sichern unsere Lebensqualität. All das bedeutet Fortschritt für Graubünden. Dafür stehen wir als SP ein. Wofür die anderen Parteien einstehen, mögen sie selber beantworten.»

 

Walter Schlegel (SVP, neu)

«Die SVP Graubünden steht für eine verlässliche bürgerliche Politik. Dazu gehört die Respektierung und Einhaltung der Volksrechte. Volksinitiativen sind nach dem Grundsatz «im Zweifel für das Volksrecht» den Bündnerinnen und Bündnern zur Abstimmung vorzulegen. Es darf nicht sein, dass Initianten sich ihre Volksrechte vor dem Bundesgericht erstreiten müssen, wie das bei der Jagd- und der Fremdspracheninitiative der Fall war. Die SVP Graubünden lehnt zudem zusätzliche Steuern und Abgaben ab und setzt sich für ein effizientes, zukunftsgerichtetes Schul- und Bildungssystem ein. Die dezentrale Besiedlung soll Teil einer planungssicheren Agrarpolitik bleiben. Die SVP Graubünden setzt sich für eine konsequente Sicherheits-, Zuwanderungs- und Asylpolitik ein.»

 

Mario Cavigelli (CVP, bisher)

«Die CVP steht für eine Gesellschaft, die eigenverantwortlich und selbstbewusst leben und in allen Regionen unseres schönen Kantons zuhause sein will. Sie will Chancengleichheit, auch wenn einzelne zum Beispiel aufgrund des Wohnortes nicht privilegiert sind und der Schul- oder Arbeitsweg länger ist, und die CVP ist sich bewusst, dass es letztlich die Menschen sind, die die Stärke und die Attraktivität unseres Kantons ausmachen. Sie gestalten unseren Kanton für die eigene und für die künftigen Generationen. Die CVP nimmt deshalb bewusst auch Verantwortung wahr zur Stärkung der Gemeinden und Regionen und der schwächer gestellten Bevölkerungsgruppen und zum Respekt gegenüber der Natur- und Berglandschaft.»

 

Jon Domenic Parolini (BDP, bisher)

«Unsere Devise lautet: Nicht links, nicht rechts sondern vorwärts! Die BDP Graubünden ist sich gewohnt Verantwortung zu übernehmen, tragfähige Lösungen zu präsentieren und diese auch in die Tat umzusetzen. Unsere Politikerinnen und Politiker haben dies in stiller Arbeit immer wieder bewiesen.»

 

 

 

Christian Rathgeb (FDP, bisher)

«Die FDP Graubünden ist eine liberale Wirtschaftspartei mit sozialem Verantwortungsbewusstsein. Die Partei setzt sich für gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Kanton ein. Zudem ist für die FDP ein guter Service public, etwa in den Bereichen Bildung, Verkehr und Gesundheit wichtig. Die FDP baut auf der Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger und setzt sich für möglichst wenig Vorschriften und für unternehmerischen Freiraum ein. Besonders wichtig ist uns eine wirtschaftlich gesunde Entwicklung in allen Regionen des Kantons.» 

 

Marcus Caduff (CVP, neu)

«Die CVP ist die lösungsorientierte Partei der Mitte, welche Brücken für tragfähige Lösungen baut. Wir setzen uns für die persönliche Freiheit aller Menschen ein. Die Grundlage der Freiheit jedes Einzelnen ist die Eigenverantwortung und die Verantwortung gegenüber den Mitmenschen. Die CVP steht jedoch auch für Solidarität. Solidarität heisst für uns: Wer die Hilfe der Gemeinschaft wirklich braucht, soll sie auch bekommen. Besonderen Respekt verdient, wer unverzichtbare Familien- und Freiwilligenarbeit leistet. Im Zentrum unserer Politik steht der Mensch. Basierend auf unseren christlich-humanistischen Werten engagieren wir uns für Freiheit, Solidarität, Wohlstand, Gerechtigkeit, Souveränität und Offenheit.

Die CVP ist föderalistisch ausgerichtet, was mir besonders wichtig ist. Entsprechend setzt sich die CVP für eine möglichst hohe Autonomie der Gemeinden und Regionen ein. Was die Gemeinden bzw. die Regionen selber lösen können, sollen diese auch tun können, ohne dass der Kanton oder der Bund diese bevormundet. Wir bauen auf die Kraft freier, verantwortungsbewusster Menschen, souveräner Kantone und Gemeinden.»

 

Andreas Felix (BDP, neu)

«Die BDP steht für ein Graubünden, das seine Ressourcen verantwortlich nutzt und nicht nur schützt. Für eine Politik, die unserer Bevölkerung im ganzen Kanton intakte Lebensbedingungen und Perspektiven eröffnet. Sie steht für Lösungen und nicht für Schlagworte. Nicht links, nicht rechts sondern vorwärts! Das ist unsere Losung.»

 

 

 

(Bild-Montagen: GRHeute)
Keine Artikel mehr