Das Mineral- und Wellnessbad im Unterengadin feierte am Freitagabend sein 25-jähriges Jubiläum.

Seit 1993 haben ca. 5,5 Millionen Gäste das Bad besucht. Damit wurden die weltbekannten Mineralquellen in Scuol sowohl medizinisch als auch im Bereich der Bädertechnik in ein anderes Licht gerückt. Durch einen 75 Kilometer langen Riss in den oberen Gesteinsschichten treten die Mineral- und Heilquellen zutage. Die damalige Investitionssumme von rund 50 Millionen Franken war ein mutiger Schritt der Gemeinde und der Scuoler Bevölkerung. «Die Scuoler Bevölkerung war schon immer innovativ, optimistisch und mutig», so Not Carl, der von 1983-1998 Gemeindepräsident von Scuol war und von 1993-2011 im Verwaltungsrat des Bogn Engiadinas sass. 

Damit wurden nicht nur mehr als 65 Arbeitsplätze geschaffen, sondern das touristische Angebot attraktiv erweitert. «Der Wintersport ist zwar ein wichtiges Standbein des Tourismus, mit den klimatischen Veränderungen ist es aber gefährlich geworden, sich allein darauf abzustützen», so Gemeindepräsident Christian Fanzun. 

Dank dem Bad «konnten zahlreiche Partner in der Hotellerie sowie im Handel und Gewerbe zusätzliche Wertschöpfung generieren», ergänzt Gerhard Hauser, Direktor des Bogn Engiadinas. 

In den vergangen Wochen wurden nicht nur die üblichen Revisionsarbeiten vorgenommen, sondern auch die Garderoben umgebaut und die bargeldlose Bezahlung mittels Chip eingeführt. Auch der von Gäste häufig geäusserte Wunsch von Verpflegung im Bad kann zukünftig entsprochen werden. Es werden verschiedene frische und regionale Produkte angeboten. 

 

(Bilder: Mayk Wendt)

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