Las Vegas steht im Stanley Cup Final. Die Washington Capitals tun es ihnen gleich. Eine spannende Affiche keine Frage. Sowohl Vegas als auch Washington könnten den ersten Cup in der Vereinsgeschichte holen. Eine Vorschau.

„Fun Facts“

  • Marc-Andre Fleury könnte der elfte NHL Goalie mit vier oder mehr Stanley Cups werden.
  • Alex Ovechkin wäre der erste russische Captain eines Cup-Siegerteams.
  • Zum dritten Mal in Folge nimmt ein Team zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte am Final teil (Vegas).
  • Es ist das erste Mal überhaupt, dass beide Finalisten alle gespielten Serien auswärts entschieden haben.
  • Zum sechsten Mal stehen zwei Teams ohne Cup gegeneinander im Final.

Die Teams im Vergleich

Wenn man auf die Geschichte der Teams zurückblickt ist der Unterschied frappant. Die Caps spielen seit 43 Saisons mit, Vegas erst seit dieser einen. In Anzahl Regular Season Spielen ausgedrückt:
WSH: 3426  VGK: 82.

Vegas war prozentual aber erfolgreicher und konnte 66.5% der bisherigen Spiele für sich entscheiden. Washington schafft eine Quote von 52.5%. Dies entspricht 51 Siegen und 24 Niederlagen beim Team aus Nevada. Die Hauptstädter verzeichnen 1575 Siege, 1548 Niederlagen und 303 Unentschieden (Vom 21. November 1942 bis zur 1983/84 Saison waren Spiele ohne Sieger möglich).

Die beiden Teams trafen erst zwei Mal aufeinander, beide Begegnungen konnten die Golden Knights für sich entscheiden. Zuhause mit 3:0, Auswärts mit 4:3.

Um so weit zu kommen haben beide Teams 12 Siege abgeliefert. Die Capitals mussten dabei aber sieben Niederlagen einstecken und haben somit schon 19 harte Fights in den Knochen. Vegas hingegen hat erst drei Mal verloren und steht erst bei 15 Playoffspielen.

 

Schlüsselfiguren…

…bei Washington:

Alex Ovechkin. Endlich darf der russische Top-Torschütze um den Cup spielen. So oft ist er an Sidney Crosby und den Pittsburgh Penguins gescheitert. So oft wird ihm vorgehalten, das er „nicht gut genug“ ist, weil er noch keinen Cup gewonnen hat.
Dieses Jahr kann es anders kommen. Und er wird alles daran setzen das dies auch so geschieht.

 

Evgeny Kuznetsov. Der Playoff Top-Scorer beim Start dieses Finals könnte Vegas gefährlich werden. Er hat schliesslich schon Pittsburgh mit seinem OT-Winner nach Hause geschickt (Video unten).
Seine bisherige Ausbeute: 11 Tore, 13 Assists und somit 24 Punkte. Das macht 1.26 Punkte pro Spiel. Beeindruckend.

 

Tom Wilson. Er ist der Grund warum es für die Spieler der Golden Knights kein Vergnügen wird auf dem Eis zu stehen. Harte Checks, Provokationen en masse und wenn es sein muss kann der 1.93m grosse und 98kg schwere Haudegen auch zuschlagen (Video unten).
Und auch wenn man seine Härte bändigen kann, muss man auf ihn aufpassen: Er hat in 16 gespielten Partien (er war wegen eines Checks gegen den Kopf für 3 Spiele gesperrt) 12 Punkte erzielt.

 

…bei Las Vegas:

Marc-Andre Fleury. Der Hexer. Der Hauptgrund warum sein Team um den Cup spielt. 94.7% der Schüsse auf sein Gehäuse wehrt der 33-jährige Frankokanadier ab. Vier Mal in diesen Playoffs konnte er das Spielfeld ohne Gegentor verlassen. Er hat sogar einen Assist auf dem Konto. Wenn Vegas gewinnt ist das sein dritter Cup in Folge. Zudem ist er dann der Topkandidat für die Conn Smythe, der Trophäe für den Playoff MVP. Aus gutem Grund:

 

Deryk Engelland. Der quasi Captain (Vegas hat drei Assistant Captains statt der üblichen Zusammensetzung eines Captains mit zwei Assistenten) hat in Vegas seine Frau kennengelernt und eine Familie gegründet. Er durfte die Trophäe für den Gewinn der Western Conference entgegen nehmen und ist eine absolute Leaderfigur in dieser Mannschaft. Seine Rede nach der Schiesserei in Las Vegas berührt. (Video unten, englisch).

 

Luca Sbisa. Auch dieses Jahr ist die Schweiz vertreten. Der 28-jährige Verteidiger kommt nach seiner längeren Verletzungspause wieder zum Einsatz. Er ist nicht gerade als filigraner Techniker bekannt, kann aber hinten gut aufräumen und ebenfalls mal die Schulter oder die Fäuste sprechen lassen:

 

Man darf einen spannenden Final erwarten. So oder so wird Geschichte geschrieben.
Ein Sieg der Knights im ersten Jahr?
Oder ein Triumph der Caps in ihrer, nach 1997/98, erst zweiten Finalteilnahme überhaupt?
Der neutrale Zuschauer freut sich auf einen Eishockey-Leckerbissen.

 

Titelbild: Screenshot Youtube/Hockey is life

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