Die für die Athletik Juniors des TV Landquart startende Leichtathletin Annik Kälin und der im bernischen Frutigen wohnhafte Maienfelder Curdin Orlik sorgten am vergangenen Wochenende sportlich für Furore.

Während die Siebenkämpferin beim Mehrkampf-Meeting in Götzis mit 5844 Punkten eine neue persönliche Bestleistung erzielte, sich damit souverän für die U20-Weltmeisterschaften in Tampere qualifizierte und die Limite für die Europameisterschaften in Berlin nur gerade um 56 Punkte verpasste, gewann der im Berner Oberland wohnhafte Bündner Schwinger nach drei Kranzfestsiegen in der Südwestschweiz das Oberländische Schwingfest an der Lenk.

Für den Start in Götzis hatte Annik Kälin vor Wochenfrist den Wettkampf am Mehrkampf-Meeting in Landquart vor dem Speerwerfen abgebrochen, da sie eine Ellbogenverletzung behinderte. Mit 13.88 Sekunden im 100 m-Hürdenlauf bei 1.0 m Gegenwind, 1.77 m im Hochsprung, 12.18 m im Kugelstossen und 24.67 Sekunden im 200 m-Lauf bei 1.6 m Rückenwind erarbeitete sie sich mit 3647 Punkten und Rang 13 eine gute Basis für den zweiten Tag. In diesen startete sie mit 6.10 m im Weitsprung bei 2.2 m Windunterstützung zufriedenstellend, bevor dann im Speewerfen mit nur 37.60 m ein klarer Einbruch erfolgte, da sie gegenüber ihrer persönlichen Bestleistung fast sieben Meter einbüsste. Sie liess sich davon aber nicht beirren, sondern verbesserte im abschliessenden 800 m-Lauf ihre Bestzeit mit 2:20.46 Minuten um rund neun Sekunden. Mit dem erreichten Total von 5844 Punkten beendete sie diesen Wettkampf auf dem 18. Platz und konnte zweifellos viele neue Erfahrungen sammeln.

Der 25-jährige Curdin Orlik gehörte am „Oberländischen“ trotz der Absenz von Matthias Sempach und Kilian Wenger nicht zu den Topfavoriten auf die Teilnahme am Schlussgang. Eine Woche nach dem „Oberaargauischen“, an dem es ihm überhaupt nicht gelaufen war und er den Kranzgewinn deutlich verpasst hatte, ging er von Anfang angriffig ans Werk und erhielt für seine Erfolge gegen Christian Gerber und Stephan von Büren jeweils eine glatte Zehn, bevor er im dritten Gang gegen Matthias Siegenthaler stellte und sich deshalb mit 9.00 Punkten zufrieden geben musste. Er liess sich aber dadurch nicht aus der Ruhe bringen, sondern setzte sich danach auch gegen Matthieu Burger und im fünften Gang gegen Remo Käser durch, was ihm jeweils 9.75 Punkte einbrachte. Im Schlussgang stand ihm im Duell der Oberländer Schwinger Ruedi Roschi gegenüber, der nach fünfeinhalb Minuten zum Angriff ansetzte und prompt ausgekontert wurde. So setzte sich Curdin Orlik nicht nur erstmals im Kanton Bern, sondern auch zum ersten Mal nach einem gewonnenen Schlussgang durch, nachdem er seine bisherigen Festsiege geerbt hatte.

(Bild: Archivbild GRHeute)

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