Am vergangenen Wochenende trafen die Emserinnen auf die starke Frauenmannschaft des FC Wil 1900. Den Emserinnen war klar, dass sie sich mit drei Punkten den Ligaerhalt definitiv sichern konnten. Mit der gegnerischen Kampfansage: „Wir brauchen keine Trinkpause, wir sind fit!“ stellte sich der DFC Ems von Anfang an auf ein hartes Spiel ein.

Die letzten zwei erlittenen Niederlagen erschwerten die Aufgabe zusätzlich und die Emserinnen waren besonders gefordert. Bereits zu Beginn zeigten sie jedoch, dass ihre schwache Phase passé ist. Sie traten mit viel Selbstbewusstsein auf und überzeugten in den ersten Minuten mit gut herausgespielten Chancen. Aber auch das Gastteam zeigte sich von seiner besten Seite und stürmte mit ihren starken Aussenverteidigerinnen Richtung Emser-Tor. Trotz des Drucks liess sich die Emser Defensive nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: Eine gute Flanke aus der letzten Reihe des DFC Ems versetzte Nicole Walker in eine top Lage. Sie zögerte nicht und drückte ab. Leider streifte der Ball die Latte und blieb im Out liegen. Die Bündnerinnen störten das Wiler-Spiel gut. Die einzige Möglichkeit für die Wilerinnen gefährlich zu werden, waren weite Bälle in die Emser-Hälfte. In der 35. Minute schoss sich das Heimteam dann endlich zum 1-0. Nachdem sich wiederum Nicole Walker ins Zeug legte und einen indirekten Freistoss clever herausholte, war es Andrea Nigg, welche diesen gekonnt ins obere rechte Eck versenkte. Topmotiviert kämpften die Emserinnen weiter und konnten sich schliesslich mit einem Tor Vorsprung in der Pause erholen.

In der zweiten Halbzeit ging es intensiv und spannend weiter. Gleich zu Beginn parierte Torhüterin Yasmin Gartmann einen Weitschuss der Wilerinnen, welcher direkt unter der Latte platziert war. In der 51. Minute nützen die Wilerinnen eine kleine Unstimmigkeit in den Emser-Reihen aus und erzielten den Ausgleichstreffer. Somit war alles wieder offen. Die beiden Mannschaften steigerten das Tempo, spielten aggressiver und versuchten aus jeder Möglichkeit das Beste rauszuholen. Es blieb spannend. Der nächste gefährliche Angriff des FC Wil erfolgte durch einen ungenau gespielten Einwurf der Emserinnen. Das Führungstor blieb jedoch aus. Der DFC Ems antwortete prompt darauf. Nicole Gartmann spielte eine schöne Flanke quer auf Lea Tschalèr, welche alleine auf die Torhüterin stürmen konnte. Ein kleiner Verstolperer beendete dann aber den gefährlichen Angriff und der Ball landete in den Händen der Wiler-Torhüterin. Die nächste Chance liess nicht lange auf sich warten. Diese führte dann auch zur erneuten Führung für die Emserinnen. Andrea Nigg konnte einen gut geschossenen Eckball souverän mit dem Kopf zum 2-1 verwerten. Das Spiel wurde hektischer und aggressiver. Die Wilerinnen waren nicht zufrieden und versuchten nun mit allen Mitteln den Ausgleich zu erzielen, um nicht mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen. Die Vial-Elf liess sich dadurch nicht beirren und versuchten ihren Fussball weiterzuspielen. Durch Kampf und Wille konnten sie sich dann auch ein drittes Mal belohnen. Aus ca. 25 Metern schoss Nicole Walker das 3-1. Kurz vor Schluss konnte der FC Wil die Hektik noch ausnutzen und versenkte den Ball zum 3-2. Mehr lag aber für die Gäste nicht mehr drin und somit verzeichneten die Emserinnen 3 Punkte, welche sie endgültig vor dem Abstieg sichern.

Für den DFC Ems gibt es nun noch zwei Duelle zu bestreiten. Der Elan, Kampf und Siegeswille darf auf keinen Fall fehlen und das Motto „Fight, Play, Score and Win“ muss unbedingt beibehalten werden.

SPIELTELEGRAMM

DFC Ems – FC Wil 1900 3-2 (1-0)

EMS-Arena Vial

 

Matchballsponsor: „drei Schützenkameraden“

 

Tore: 1-0 (35′ Nigg), 1-1 (51′ FC Wil 1900), 2-1 (72′ Nigg), 3-1 (84′ Walker), 3-2 (87′ FC Wil 1900)

 

Verwarnungen: Kaufmann (FC Wil 1900), Gibasová V. (FC Wil 1900)

 

DFC Ems: Gartmann Y. Nigg (C), Flury, Ideler, Riedi, Lerchi, Dermond, Gartmann N., Walker, Tschalèr, Kühne, Fasser

 

FC Wil 1900: Kaufmann, Moser, Täuber (C), Scheiwiller, Widmer, Gibasová M., Hado, Steinemann, Scherrer, Gibasová V., Halter, Jäppinen, Künzli, Ulmer, Keller

 

(Quelle/Bild: zVg.)

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