Die Feuerwehren Domat/Ems – Felsberg, Chur und die Betriebsfeuerwehr des Waffenplatzes Chur (B+F ALC Hinwil) übten am Samstag gemeinsam einen Einsatz am Calanda. Unterstützt wurden sie durch die Zivilschutzkompanie Imboden, durch die örtlichen Forstgruppen sowie durch je einen militärischen und zivilen Helikopter und Samariter.

1943 ereignete sich nach einem Übungsschiessen auf dem Rheinsand der bis anhin grösste Waldbrand in der Schweizergeschichte. Damit sich so ein Ereignis nicht wiederholen konnte, baute die Armee damals rings um den Zielhang Wasserreservoirs mit bis zu 250 m3 Inhalt.

Mit 25 Geländefahrzeugen der Armee wurden die Einsatzkräfte und Arbeitsgeräte zu den 8 Standorten am Calanda gefahren. Dort nahmen die Feuerwehrleute die Reservoirs in Betrieb und übten mittels grösseren und kleineren Pumpen den Wassertransport. Waldbrandbekämpfung heisst aber auch schweisstreibende Handarbeit, entsprechend wurde unter der Anleitung der Forstgruppen die Handhabung der vorhandenen Gerätschaften wie Pickel, Schaufeln, Hacken, Löschsäcke und Schläuche im angrenzen- den Wald beübt.

Unter der Leitung der Betriebsfeuerwehr des Waffenplatzes Chur (B+F ALC Hinwil) wurde ein eindrücklicher Wassertransport erstellt, indem mit grossen Pumpen Wasser vom Rhein abgesaugt und in grosse Becken gefördert wurde. Aus diesen Becken (bis zu 35’000 Liter Inhalt) entnahmen die zwei im Einsatz stehenden Helikopter Wasser, um es wenige Minuten später hoch am Calanda abzuwerfen oder in die dort aufgestellten Verteilbecken zu leeren.

In der Schlussbesprechung wurde die Zusammenarbeit und die Leistungsfähigkeit der im Einsatz stehenden Organisationen gewürdigt.

(Bilder: zVg.)

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