Wer kann den Kopf noch aus der Schlinge ziehen?

Wie Chur97 in der interregionalen 2. Liga hat es nun also auch der FC Ems in der regionalen 2. Liga nach der 0:2-Auswärtsniederlage gegen den FC Mels, der dadurch endgültig gerettet ist, nicht mehr in den eigenen Händen, dem sofortigen Wiederabstieg in extremis doch noch zu entgehen. Vielmehr stecken die Emser nach zuletzt vier Niederlagen tief in der Krise und sind mit drei Punkten Rückstand auf den auswärts gegen das abgeschlagene Schlusslicht FC Diepoldsau-Schmitter mit 6:0-Toren siegreichen FC St. Margrethen auf den zweitletzten Tabellenplatz abgerutscht.

 

Die Gäste gerieten in Mels in einem durch neun gelbe Karten geprägten Spiel schon frühzeitig in Rückstand, denn Veton Aliji traf bereits in der 13. Minute zur 1:0-Führung für die Platzherren. Bei diesem Spielstand blieb es dann bis zum Ablauf der regulären Spielzeit, bevor in der Nachspielzeit wiederum Veton Aliji für die endgültige Entscheidung besorgt war. Am nächsten Samstag trifft nun der FC Ems um 16:00 Uhr in der EMS-Arena Vial zum Abschluss der Meisterschaft auf den völlig überforderten FC Diepoldsau-Schmitter, gegen den ein Sieg absolute Pflicht ist. Zudem sind die Emser noch auf die Schützenhilfe des Nachwuchsteams des FC Vaduz angewiesen, der den FC St. Margrethen, der keinesfalls punkten darf, empfängt.

Valposchiavo Calcio gibt noch nicht auf

Dass Totgesagte länger leben, weiss man nicht erst seit dem letzten Sonntag und dem doch eher unerwarteten 0:1-Auswärtssieg von Valposchiavo Calcio in Rhäzüns. Während die Südbündner im Abstiegskampf nämlich wieder Hoffnung geschöpft haben, hat sich die Situation des SC Rhäzüns deutlich verschlechtert, liegt er bei Punktgleichheit doch nur noch aufgrund der geringeren Anzahl an Strafpunkten vor dem sonntäglichen Gegner.

Der FC Thusis-Cazis schlug den FC Bad Ragaz auswärts zwar mit 3:2-Toren, hat aber trotzdem keine Chance mehr auf den Gruppensieg, weil der FC Linth 04 das Duell der Nachwuchsteams gegen Chur97 mit 1:0-Toren für sich entscheiden konnte und weiterhin vier Punkte Vorsprung auf die Thusner aufweist. Die US Schluein Ilanz holte sich in Sargans dank eines 1:1-Unentschiedens einen Punkt und verteidigte so den dritten Tabellenplatz erfolgreich. In Walenstadt mit 2:3-Toren geschlagen geben musste sich der FC Landquart-Herrschaft, der aber Tabellensiebter bleibt.

Der FC Walenstadt muss nun am nächsten Sonntag um 16:00 Uhr in Netstal, der SC Rhäzüns in Schluein und der FC Flums in Chur antreten. Von den noch abstiegsgefährdeten Teams geniesst einzig Valposchiavo Calcio gegen den FC Bad Ragaz Heimvorteil. Der Abstiegskampf verspricht also bis zuletzt viel Spannung. Im Spitzenkampf zwischen dem FC Thusis-Cazis und der zweiten Mannschaft des FC Linth 04 geht es dagegen nur noch um die Ehre.

In der Coca-Cola Junior League A musste Chur97 in Romanshorn eine 0:5-Niederlage einstecken und ist dadurch wieder in akute Abstiegsgefahr geraten. Die Churer müssen deshalb am nächsten Sonntag um 16:00 Uhr auf dem Sportplatz Ringstrasse gegen den FC Weinfelden-Bürglen einen Sieg anstreben oder zumindest punkten, um nicht je nach Ausgang der anderen Spiele noch eine böse Überraschung erleben zu wollen.

Auswärtsniederlage des FC Thusis-Cazis gegen den Tabellenletzten

In der 1. Liga der Frauen unterlag der FC Thusis-Cazis auswärts gegen den FC Blue Stars ZH mit 1:3-Toren und ist somit nach der dritten aufeinanderfolgenden Niederlage punktgleich mit dem auf einem Abstiegsplatz liegenden FC Bühler auf den achten Tabellenplatz zurückgefallen. Der zuletzt siegreiche SC Balerna trifft nun am nächsten Sonntag um 15:00 Uhr auf den bereits relegierten FC Eschenbach, während der FC Thusis-Cazis das zweite Team des FC St. Gallen-Staad und der FC Bühler den FC Oerlikon/Polizei ZH empfängt. Für die Thusnerinnen gilt, mindestens ebenso viele Punkte zu holen wie der FC Bühler. Sonst droht ihnen der bittere Abstieg.

Der FC Ems beendet die 2. Liga-Meisterschaft der Frauen nach dem 4:2-Heimsieg gegen den FC Triesen unabhängig vom Ausgang des letzten Auswärtsspiels vom nächsten Sonntag gegen den FC Appenzell auf dem fünften Platz.

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