Ab Ilanz, der ersten Stadt am Rhein, bis Zürich HB sind es, Dank RhB und SBB, genau 1 Stunde und 59 Minuten.

So befinden wir uns in weniger als zwei Stunden in einer völlig anderen Umgebung, unterschiedlichen Kultur und Sprache und, wie mir scheint, in einer anderen Zeitmessung. Irgendwie müssen die Uhren in «the little big City» schneller laufen. Kaum aus dem Zug ausgestiegen wird gedrängelt, gedrückt, auf die Füsse getreten und ja – es wird nicht mehr gegrüsst!

Die weltberühmte Bahnhofstrasse ist eine ganz besondere Herausforderung. Ein Menschenstrom ergiesst sich über die 1.4 km lange «Flaniermeile». Dazwischen quietschende Trams und genervte Autofahrer.

Wie geht das nur, einen gemütlichen Nachmittag mit Einkaufsbummel in Zürich zu machen?

Die Kaffees sind zum Bersten voll, ebenso die Restaurants. Anstatt einem freundlichen «Grüezi» heisst es: «Händ Sie reserviert?» – «Ähhh, nein, natürlich nicht, ich wusste ja nicht einmal, dass es hier jetzt ein Restaurant gibt…»

Kurz und gut – Zürich, das ist unser Zielmarkt. Über 80% unserer Gäste kommen aus Zürich und Umgebung.

Ich verstehe, dass die Städter den Drang verspüren – zurück zur Natur. Ich sehe das Bedürfnis nach Ruhe und nach der Ursprünglichkeit.

Die Herausforderung für unsere Feriendestination ist zu kommunizieren – DAS ALLES HABEN WIR. Doch wie erreichen wir die Suchenden?

Wir mischen und formieren unseren Kommunikationsmix immer wieder neu, wollen aber nicht schreierisch daherkommen, denn das sind wir nicht.

Unsere Gastgeber – und das sind wir alle – vom Handel und Gewerbe über die Gastronomie und Hotellerie bis zu den Kulturschaffenden, Hausfrauen, Bademeistern und Skilehrer ebenso wie die Gesetzeshüter und Politiker und auch unsere Zweitheimischen- wir alle sind Gastgeber – Botschafter für die Ferienregion Surselva.

Gemeinsam bringen wir immer mal wieder ein Stück unserer Heimat ins Unterland. In persönlichen Gesprächen, Spielen oder beim kulinarischen Genuss werben wir für unsere Region. Jeder Gastgeber auf seine eigene natürliche Art.

Wir freuen uns, etwas Ruhe, Natur und Kultur am 22. September nach Meilen zu bringen, unser nächster Besuch im Unterland. Und wir freuen uns sehr, jeden Gast mit einem herzlichen «Bien di» zu begrüssen. Übrigens, reservieren müssen Sie Ihren Platz nicht.

Die Tourismus-total-Expertenrunde von GRHeute berichtet und kommentiert einmal wöchentlich über aktuelle Tourismusthemen für Graubünden.

Heute für Sie unverblümt und direkt von der Front: Anja Beivi, Geschäftsführerin und Leiterin Marketing Surselva Tourismus AG. 

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