Jetzt sind wir schon ein Jahr auf dieser besonderen Insel! Ich kann mich nicht erinnern, jemals so lange am gleichen Ort gewesen zu sein. Inzwischen haben wir das Land etwas besser kennengelernt.

Island hat eine Einwohnerzahl von 334’000, also 25 Mal weniger als die Schweiz obwohl das Land 2 Mal so gross ist. Jeder Fjord hat Sehenswürdigkeiten, die man bewundern kann. Es gibt Berge, bei denen der Spitz abgeschnitten scheint (eignen sich super für Skitouren). Im Sommer, wenn alle Schafe freigelassen werden, kommen auch tausende von kleinen Fliegen. Die Menschen sind erst etwas verschlossen und ruhig, aber im Grunde genommen sehr hilfsbereit und lieb.

Für mich war es ein ganz spezielles Jahr. Nicht nur, weil unsere Familie Zuwachs bekommen hat (mein Bruder Vital wurde im letzten August geboren) und der Sturm im November alles durcheinander brachte. Sondern auch, weil wir uns ganz ungeplant für längere Zeit an einem Ort niedergelassen haben. Auch wenn mich immer mal wieder das Fernweh plagte, genoss ich es, ein Land in allen Jahreszeiten kennenzulernen:

Island erwacht aus dem dunklen Winter. Im Mai werden viele Feste gefeiert,  aber sobald die Touristen mit den Kreuzfahrtschiffen kommen, ziehen sich die Einheimischen zurück. Mit dem Sommer kommen auch die Vögel, die liebevoll ihren Gesang singen. Wenn dann die Blätter anfangen zu fallen, fliegen sie in wärmere Länder und es wird wieder still. Sobald die Dunkelheit eintrifft und die Weihnachtszeit beginnt, hängen überall Weihnachtslichter. Bis es wieder heller wird.

Hier ist der erste Teil ihres Berichts: Welcome to the Schwörer Family! 

(Bild: toptotop.org)

 

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