Am Freitagabend informierte die Gemeinde Val Müstair mit den Projektinitianten und Vertretern des Kantons über den aktuellen Stand des Projekts «La Sassa». Kern des Projekt sind der Bau eines Ferienresorts, der Anbindung ans Erholungsgebiet Minschuns mit der Gondelbahn sowie der Beschneiung der Talabfahrt und deren Wasserversorgung. 

An einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Mehrzweckhalle Tschierv präsentierte das Projektteam – im Hinblick auf die Gemeindeversammlung vom 14. September – den Stand der Arbeiten und warf einen Blick auf den weiteren Projektverlauf. Offizieller Projektstart war – nach einer über 60-prozentigen Zustimmung der Stimmbürger von Val Müstair – im Februar 2017 . In der Zwischenzeit wurden unter anderem Richt- und Nutzungsplan sowie das Vorprojekt erarbeitet. Zusätzlich stellten die Initianten sicher, dass die Einflüsse auf die Natur möglichst gering bleiben und damit die wichtigen Faktoren des Projekts, die Stille und Abgeschiedenheit im Val Müstair, erhalten bleiben.

Der Richtplan für das Projekt wird im Juli bei der Gemeinde Val Müstair aufliegen. Im August werden allfällige Eingaben ausgewertet und allenfalls in das Projekt eingebunden, damit an der Gemeindeversammlung vom 14. September über den bereinigten Richtplan und den Nutzungsplan abgestimmt und das Projekt weiter erfolgreich vorangetrieben werden kann. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund CHF 31 Mio.

Neuer Kreisel geplant

Jon Domenig und Roman Pitsch von domenig Architekten Chur informierten die Anwesenden über das Gesamtprojekt und zeigten anhand anschaulicher Visualisierung, wie das Ferienresort dereinst aussehen wird. Neben den Gebäuden nach Minergie-Standard soll auch die Verkehrsführung durch einen Kreisel entlastet werden. Daniel Pitsch vom Erholungsgebiet Minschuns zeigte auf, wie dank dem Bau der Gondelbahn auch der Autoverkehr in Richtung Alp da Munt beseitigt wird. Schliesslich werde die Alp da Munt in Zukunft nicht mehr mit dem Auto erreicht, sondern mit der «an die natürlichen Gegebenheiten angepassten Gondelbahn». Das Resort selbst wird durch eine eigene Postautohaltestelle an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Für die Anpassung des kantonalen und regionalen Richt- und Nutzungsplans wurde die Firma Stauffer und Studach Raumplanung hinzugezogen. Deren Vertreter Silvio Sauter und Andri Foppa fassten zusammen, welche Voraussetzungen das Projekt erfüllen musste, um beispielsweise vom Bund die Konzession für die Gondelbahn zu erhalten. Im Bereich Umwelt verlangten Kanton und Bund kleinere Korrekturen zum Schutz von Flora und Fauna, die in die Planung eingeflossen seien. Da das Projekt mehrere Behörden betrifft, wurde das Amt für Raumentwicklung Graubünden mit der Koordination aller behördlichen Belange betraut.

Domenig Immobilien plant, finanziert und baut

Das Projekt «La Sassa» basiert auf drei Pfeilern: dem Ferienresort, der Anbindung ans Erholungsgebiet Minschuns mit der Gondelbahn sowie der Beschneiung der Talabfahrt und deren Wasserversorgung. Die drei Teilprojekte stehen in direkter Abhängigkeit zueinander. Das Ferienresort wird durch die Domenig Immobilien AG Chur geplant, finanziert und gebaut. Für die Gondelbahn und Beschneiung werden die Sportanlagen AG Val Müstair verantwortlich zeichnen.

Das Projekt im Überblick gibts hier.

 

(Bilder/Visualisierungen: domenig Immmobilen AG)

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