Ein tolles Comeback für den Bündner Spitzenschwinger Armon Orlik – allerdings ohne Happy End: Der Maienfelder verlor im ersten Gang des Rigi-Schwingets gegen Joel Wicki, kämpfte sich dann aber doch noch zurück – bis in den Schlussgang. Dort traf er erneut auf den 21-jährigen Sörenberger Wicki – und musste sich erneut geschlagen geben.

Wer kann diesen Armon Orlik stoppen? Was man sich schon die ganze Saison fragte, fand am Rigi-Schwinget im ersten Gang eine Antwort: Der Entlebucher Joel Wicki legte den Maienfelder mit einem inneren Haken auf den Rücken und beendete so die eindrückliche Siegesserie des Bündners. Doch Orlik zeigte in der Folge, warum er zu den stärksten Schwingern der Schweiz gehört: Mit drei Siegen in Serie brachte er sich ins Rennen zurück, vor dem fünften Gang lagen in der Punktewertung allerdings noch neun Schwinger vor dem Maienfelder: Einem davon, dem 0.25 Punkte vor Orlik liegenden Mike Müllestein, trat der Bündner entgegen und legte ihn platt für die Maximalnote ins Sägemehl. Hinter dem unangefochtenen Joel Wicki lagen nun vier Schwinger auf der ersten Verfolgerposition, wovon Orlik letztlich den Vortritt für den Schlussgang erhielt. Orlik hatte im Vergleich zu Andreas Ulrich, Domenic Schneider und Daniel Bösch als einziger zwei Eidgenossen besiegt.

Dramatik dann im Schlussgang: Bereits in den ersten Sekunden machte Armon Orlik klar, dass er sich für die Niederlage im 1. Gang revanchieren möchte. Orlik griff an und legte Wicki auf den Rücken, allerdings am Sägemehlrand, was der Kampfrichter nicht als Sieg wertete. Dann die erneute Überraschung: Joel Wicki zog, legte Armon Orlik mit Kurz auf den Rücken und wurde mit sechs Siegen in sechs Gängen verdienter Festsieger. Orlik holte sich schliesslich auf dem geteilten sechsten Rang einen weiteren Kranz. 

Hier gehts zur Schlussrangliste, hier zu den Notenblättern. 

 

(Bild: Screenshot Tele Top/Szene aus dem 4. Gang von Armon Orlik am Rigi-Schwinget)

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