Die drei für die U20-Weltmeisterschaft 2018 im finnischen Tampere qualifizierten Bündner Leichtathletinnen und Leichtathleten konnten die Erwartungen bisher nicht ganz erfüllen. Allerdings haben sie alle noch die Chance, die Bilanz zu verbessern.

Judith Goll vom BTV Chur Leichtathletik kam im 100 m-Lauf mit 11.93 Sekunden weder an ihre persönliche Bestzeit von 11.66 Sekunden noch an ihre Saisonbestleistung von 11.82 Sekunden heran und schied als Letzte ihres Vorlaufs aus. Sie konnte mit ihrer doch etwas enttäuschenden Zeit nur gerade sieben Konkurrentinnen hinter sich lassen, hat aber in der 4×100 m-Staffel noch die Möglichkeit, sich zu rehabilitieren.

Etwas besser machte es ihr Vereinskollege William Reais, der im 200 m-Lauf zwar auch nicht an seine persönliche Bestleistung von 21.01 Sekunden herankam, sich aber als Vierter des Vorlaufs mit der Zeit von 21.41 Sekunden zumindest für die Halbfinals qualifizieren konnte. Dort war dann aber auch für ihn Endstation, denn er hatte mit der Zeit von 21.51 Sekunden keine Chance auf ein Weiterkommen. Auch er bekommt in der 4×100 m-Staffel nochmals eine Chance.

Viel, vielleicht zu viel vorgenommen hatte sich Annik Kälin von den Athletik Juniors TV Landquart, die im Siebenkampf an den Start ging, ihre im Training angekündigte gute Form aber nur bedingt unter Beweis stellen konnte. Der Auftakt war zwar vielversprechend, denn mit der guten Zeit von 13.90 Sekunden im 100 m-Hürdenlauf und der Egalisierung ihrer persönlichen Bestleistung von 1.77 Metern im Hochsprung lag sie nach zwei Disziplinen ausgezeichnet im Rennen. Doch dann ging es abwärts, denn die bescheidene Weite von 11.40 Metern im Kugelstossen und vor allem die schwache Zeit von 25.54 Sekunden im 200 m-Lauf liessen sie im Zwischenklassement nach dem ersten Tag mit 3393 Punkten auf den elften Platz abrutschen. Sie hat mit guten Leistungen im Weitsprung, im Speerwerfen und im 800 m-Lauf aber durchaus noch die Möglichkeit, sich am zweiten Tag nach vorn zu schieben, zumal die direkt vor ihr platzierten Athletinnen punktemässig nicht allzu weit entfernt sind. GRHeute wird darüber berichten.

 

(Bild: zVg.)

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