Das Form-o-Meter im Bündner Weekend-Sport

Wer ist heiss und wer ist’s nicht? Die Bündner Weekend-Sport-Leistungen im Form-o-Meter von GRHeute.

Super-Heiss

Eineinhalb Monta nach dem Big-Air-Triumph an den X-Games hat Andri Ragettli an der Freeski-WM im Slopestyle mit der Goldmedaille nachgedoppelt. Der erst 22-jährige Flimser ist zweifellos der Bündner Sportler des Weekends.

 

 

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Andri Ragettli (@andriragettli)

 

Heiss

Guido Lindemann und der EHC Arosa – zwei Namen, die untrennbar miteinander verbunden sind. Nun ist die Eishockey-Legende im Sdchanfigg auch «offiziell» unsterblich geworden. Über 150 Personen wählten Guido Lindemann vor den leider viel zu früh verstorbenen Reto Sturzenegger und Jöri Mattli zur «Vereins-Legende». Das Trio hatte den EHC Arosa zu Beginn der 1980er Jahre zweimal zum Schweizer Meistertitel geführt. 

 

 

 

 

Warm

Im Riesenslalom in Kranjska Gora hat der Bündner Gino Caviezel am Samstag einen feinen 9. Rang herausgeholt. Der Techniker büsste im zweiten Lauf in Slowenien zwar noch drei Ränge ein, nach einigen enttäuschenden Wochen ist die Rückkehr in die Top 10 aber sicher ein starkes Lebenszeichen des 28-Jährigen. 

 

 Dario Cologna hat die Saison mit einem Top-10-Platz abgeschlossen. Im Verfolgungsrennen beim Weltcupfinale im Engadin über 50 km von Maloja nach S-chanf hielt der Münstertaler bis kurz vor Schluss mit der Spitze mit, musste aber zwei Kilometer vor dem Ziel abreissen lassen. Am Ende wies Cologna als Neunter einen Rückstand von 24,9 Sekunden auf. Als zweitbester Schweizer belegte Jason Rüesch Rang 37. Ueli Schnider, Candide Pralong, Jonas Baumann, Beda Klee und Cedric Steiner verpassten die Top 40.

Der HC Davos hat am Freitagabend auch die sechste Begegnung in diesem Winter gegen die Rapperswil-Jona Lakers gewonnen. Nach ausgeglichenen 65 Minuten setzte sich der Rekordmeister im Shootout dank Toren von Aaron Palushaj, Teemu Turunen, Andres Ambühl und Enzo Corvi mit 3:2 durch. Im nächsten Spiel empfängt der HCD am Dienstagabend in einem Vierpunktespiel um die direkte Playoff-Teilnahme den HC Lausanne

 

 

Lauwarm

Die Oberengadinerin Elisa Gasparin legte mit Niklas Hartweg in der Single-Mixed-Staffel beim Weltcup in Nove Mesto einen Steigerungslauf hin. Die Schweiz fiel nach gutem Start bis auf Position 14 zurück, arbeiteten sich dann aber kontinuierlich bis auf den soliden 7. Rang vor. Am Morgen hatte das Schweizer Quartett in der Mixed-Staffel enttäuscht: Irene Cadurisch, Selina Gasparin, Martin Jäger und Jeremy Finello verzeichneten insgesamt 16 Nachlader, mussten drei Mal auf die Strafrunde und landeten letztlich nur auf Platz 15.

 

 

Kühl

Nach einem starken defensiven Auftritt und einem 3:1-Sieg am Samstag in Winterthur hätte es Alligator Malans in der Hand gehabt, am Sonntag zuhause in der Playoff-Viertelfinalserie vorentscheidend auf 3:0 davonzuziehen. Stattdessen leisteten sich die Herrschäftler gerade in der Verteidigung diverse Fehler und liessen die Zürcher dank eines nicht unverdienten 7:4-Erfolgs wieder in die Serie zurück kommen (Zwischenstand 2:1). Am nächsten Wochenende (am Samstag in Winterthur, am Sonntag in Maienfeld) dürfte sich zeigen, in welche Richtung die Serie läuft. Für Malans ist nach dem enttäuschenden sonntäglichen Auftritt jedenfalls Wiedergutmachung angesagt. 

 

Kalt

Enttäuschung für den Lenzerheidner Sandro Simonet im Slalom von Kranjska Gora: Der junge Bündner, der im letzten Slalom in Chamonix als 3. überrascht hatte, fiel im ersten Lauf aus und wird damit beim Finale in Lenzerheide nicht dabei sein. Die Saisonbilanz des 25-Jährigen: Zwei 21. Plätze und der erwähnte fulminante, erstmalige Sprung aufs Weltcup-Podest.

 

 

Eiskalt

Aus der Traum für Piranha Chur! Wie schon letzte Woche im Form-o-Meter angekündigt, scheint die Dynastie der Churer Unihockeyanerinnen endgültig zu Ende zu sein. Piranha Chur verlor das vierte Spiel in der Playoff-Viertelfinal-Serie gegen die Red Ants Rychenberg Winterthur mit 4:8 und scheidet damit mit 1:3 in der Viertelfinalserie aus. Seit 2010 hatten sich die Churerinnen stets für das Schweizer Endspiel qualifiziert und dabei sieben Meistertitel gefeiert. Auch wenn – gerade im Sport – bekanntlich nichts ewig währt, ist dieses frühe Out zweifellos eine grosse Enttäuschung für die Bündner Hauptstädterinnen und ihre Fans. 

 

(Bilder: zVg/GRHeute)