Der HC Davos hat Spiel 5 des Playoff-Viertelfinals auswärts beim EHC Biel mit 2:4 verloren und liegt in der Best-of-7-Serie nun mit 2:3 hinten. Nur zwei Siege in Folge können die Bündner nun noch vor dem Saisonende retten.

Die entscheidenden Szenen des Spiel am Dienstagabend ereigneten sich im Mitteldrittel, nachdem der überragende Toni Rajala die Bieler bereits im Startdrittel mit zwei Toren in Führung geschossen hatte. Der HCD, wieder mit Mauro Jörg, aber ohne den angeschlagenen Dino Wieser, musste schon wieder einem frühen Zweitorerückstand hinterher rennen.

 

Dazu kam, dass der HCD zu Beginn des 2. Spielabschnitts vier Minuten in doppelter Unterzahl spielen musste. Gregory Sciaroni hatte seinem Team mit einer Unbeherrschheit kurz vor dem ersten Drittelsende mit einer 5-Minuten-Spieldauerdisziplinarstrafe einen Bärendienst erwiesen. Dazu kam ein Beinstellen von Marc Wieser und eine Zweiminutenstrafe wegen eines Wechselfehlers. 

 

Die Bündner überstanden die Unterzahl mit grossem Engagement, nur um dann bei numerischem Gleichstand doch noch das 0:3 einstecken zu müssen. Beim Tor von Fabian Lüthi ins nahe Eck machte Gilles Senn, der sich ansonsten mit zahlreichen Glanzparaden auszeichnete, keine gute Figur. Entschieden war das Spiel deswegen aber noch nicht: Im Powerplay traf Magnus Nygren mit einem abgelenkten Slapshot zum 1:3 – und schon gaben die Bündner nochmal so richtig Gas und übernahmen das Spieldiktat. Nur wenige Zeigerumdrehungen später traf Broc Little nach einer feinen Einzelleistung zum 2:3 vermeintlichen Anschlusstreffer. Vermeintlich deshalb, weil die Bieler eine Challenge wegen eines vorhergehenden Offsides forderten – und von den Schiedsrichtern Recht bekamen. Statt 3:2 hiess es kurze Zeit später 4:1 – erneut hatte Rajala mit seinem dritten Treffer des Abends zugeschlagen. Noch war der Mist für die Seeländer aber nicht geführt, dank Chris Eglis Ablenker eines Nygren-Geschosses kurz vor der zweiten Sirene kamen die Davoser wieder auf 2:4 heran. 

 

 

Im Schlussdrittel starteten die Bündner wie die Feuerwehr und kamen durch Enzo Corvi und Robert Kousal sogleich zu dicken Torchancen. Doch erneut mussten die Bündner mehrere Strafen hinnehmen, die ein Davoser Comeback erschwerten. Erneut zeigte sich Davos im Boxplay aber auf der Höhe und kam sieben Minuten vor Schluss endlich auch zum allerersten Powerplay der Partie. Davos drückte zwar und kam auch zum einen oder andern Abschlussversuch, der Anschlusstreffer wollte gegen den erneut starken Bieler Goalie Jonas Hiller aber nicht mehr fallen. 

 

Der HC Davos ist nach der 2:4-Niederlage endgültig unter Zugzwang: Nur zwei Siege in Folge können die Hockeyaner von Arno del Curto nun noch vor dem Saisonende retten. Nicht unmöglich, aber schwierig. Der ganze Fokus gilt nun natürlich dem nächsten Heimspiel in der Vaillant Arena. Ein Sieg am Donnerstagabend vor eigenem Publikum – und alles wäre in der Belle wieder möglich. 

 

 

(Archivbild: EHC Biel Twitter)

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