Das Form-o-Meter im Bündner Weekend-Sport

Wer ist heiss und wer ist’s nicht? Die Bündner Weekend-Sport-Leistungen im Form-o-Meter von GRHeute.

 

Super-Heiss

An den alpinen Junioren-Ski-Weltmeisterschaften in Bansko holte der Engadiner Fadri Janutin am Freitag im Slalom Silber und errang damit den grössten Erfolg seiner bisherigen Karriere. Nach dem ersten Lauf hatte Janutin zeitgleich mit dem nachmaligen Weltmeister Benjamin Ritchie (USA) an der Spitze des Halbzeit-Klassements gelegen. Am Ende trennten den 21-jährigen Bündner und den Amerikaner 48 Hundertstelsekunden. Bronze ging an an den Österreicher Joshua Sturm, dem Jantuin 22 Hundertstel abnahm.

 

   

Heiss

Die Bergellerin Irene Cadurisch zeigte im Biathlon-Weltcup im tschechischen Nove Mesto eine starke Leistung. Cadurisch lag nach dem Liegendschiessen im Sprint über 7,5 km überraschend auf Zwischenrang 1. Nach einem Fehlschuss im zweiten Schiessen klassierte sie sich auf Rang 14. Als zweitbeste Schweizerin wurde Aita Gasparin mit einem Schiessfehler 28. Selina Gasparin verfehlte beim Stehendschiessen gleich dreimal die Scheiben und landete auf dem 48. Platz, auch Elisa Gasparin (58.) konnte nicht punkten. In der Verfolgung über 10 km vom Sonntag konnten die Bündnerinnen nicht mehr besonders reüssieren: Beste Schweizerin war Selina Gasparin auf Platz 22. Sie verbesserte sich im Vergleich zum Sprint um 26 Plätze. Weltcup-Punkte gab es auch für Irene Cadurisch (32.). Aita Gasparin (41.) verzeichnete bei den letzten beiden Schiessen je zwei Fehler und erreichte die Top 40 wie ihre Schwester Elisa (50.) nicht.

Einen starken Auftritt legte am Samstag in der Abfahrt im österreichischen Saalbach der Lenzerheidner Stefan Rogentin hin. Der 26-Jährige fuhr mit Startnummer 36 auf den 13. Schlussrang und war damit hinter Beat Feuz (2.) und Marco Odermatt (5.) drittbester Schweizer. Für Rogentin ist dies das beste Abfahrtsresultat seiner Karriere, zuvor war er diese Saison in der Abfahrt erst zweimal in die Punkte gefahren (29. in Bormio, 20. in Kitzbühel). Am Sonntag doppelte der Speed-Spezialist sofort nach: Im Ziel des Super-G von Saalbach leuchtete für Rogentin der 9. Rang auf, am Ende klassierte er sich auf Rang 15.

 

Die Engadinerin Vanessa Kasper ist im Weltcup-Riesenslalom im slowakischen Jasna auf den starken 21. Rang gefahren. Damit war die 24-jährige Celerinerin die fünftbeste Schweizerin und punktete nach Platz 27 im Riesenslalom von Lienz im Jahr 2017 zum zweiten Mal im Weltcup. Für den zweiten Lauf hatte sich die mit Startnummer 45 ins Rennen gestiegene Kasper auf dem 26. Platz.

 

Zum Ende der Masterround in der Unihockey-NLA ist Alligator Malans dank eines 6:3-Sieges beim ewigen Rivalen Wiler Ersigen in der Tabelle auf Platz 2 vorgerückt. Damit dürfen sich die Herrschäftler nicht nur über Heimrecht in den Viertelfinals, sondern auch in einem allfälligen Halbfinal freuen. 

 

 

 

Warm

An der Nordischen Ski-WM in Oberstorf  belegte die Schweiz nach einer starken Leistung im Staffel-Rennen über 4×10 km Platz 5. Die Schweiz – mit dem Münstertaler Dario Cologna und dem Davoser Jason Rüesch – blieben permanent in den Top 6 und lange in Schlagdistanz zu den Podesträngen. Erst eine Tempoverschärfung des Franzosen Jules Lapierre im letzten Aufstieg liess den Traum platzen. Auch über 50 km konnte Cologna am Sonntag nicht ganz vorne in die Entscheidung eingreifen, am Ende wurde der Bündner Olympiasieger 10.

 

 

Kühl

In der Ski-Abfahrt von Saalbach konnte der Bündner Carlo Janka nicht an seine ansprechende Saison anknüpfen. Nach einem zeitraubenden Fehler im unteren Streckenteil verlor der Obersaxner letztlich genau zwei Sekunden auf Sieger Vincent Kriechmayr und klassierte sich auf Rang 24.

 

 

Völlig daneben ging auch der Auftritt von Gino Caviezel im Super-G vom Sonntag. Der Techniker verfehlte die Linie in den entscheidenden Passagen völlig und verlor auf den erstplatzierten Teamkollegen Marco Odermatt viel Zeit (3:69 Sekunden). 

 

 

 

Kalt

Es zeichnete sich bereits in den letzten Spielen vor den Playoffs ab, dass Piranha Chur vor schweren Spielen stehen würde. Nach der 2:3-Heimniederlage vom Samstag gegen die Red Ants Winterthur liegen die Churerinnen in der Viertelfinal-Serie nun mit 1:2 hinten und müssen nächsten Samstag in Winterthur und am Sonntag in Chur gewinnen, wollen sie nicht schon im Viertelfinal scheitern. Zehn Jahre lang stand Piranha in Serie im Final, daraus resultierten sieben Meistertitel. Gut möglich, dass nächstes Wochenende die Dynastie Piranha Chur endgültig zu Ende geht. 


Nach den jüngsten Niederlagen musste man erwarten, dass Chur Unihockey in der Corona-Saison 2020/21 die Playoffs verpassen wird. Nach der 5:6-Heimniederlage gegen Thun nach Verlängerung ist diese Befürchtung nun Realität geworden. Auch ein Sieg hätte den Bündnern nicht mehr weitergeholfen, da in der Challenge Round Langnau und St. Gallen ihre letzten Spiele gewannen und sich so aus eigener Kraft die letzten Playoff-Plätze sicherten.

 

 

(Bildmontage: GRHeute)