Die High- und Lowlights im Bündner Weekend-Sport

Wer ist heiss und wer ists nicht? Die Bündner Sport-High- und Lowlights vom Wochenende auf einen Blick.

 

Heiss

Carlo Janka: Ehre, wem Ehre gebührt: Der «Iceman» hat sich vom Ski-Zirkus mit Stil und Klasse verabschiedet: Ein 11. Rang in der Abfahrt vom Samstag zeigte, dass Janka an einem guten Tag noch bis zum Abschied mit den Besten mithalten konnte. Chapeau. Für uns bedeutet Jankas Karriereende auch das Karriereende des grössten Bündner Skifahrers aller Zeiten. Auch die Ski-Kollegen zollten dem Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtcup-Sieger Tribut – hier am Beispiel des Youngsters Sandro Simonet: 
 

Andri Ragettli: In seinem ersten Slopestyle-Weltcup seit seiner schweren Knieverletzung feiert der Bündner Andri Ragettli gleich wieder den Sieg. Der Bündner Freeskier holte sich beim Slopestyle-Weltcup in Font Romeu in Frankreich den Sieg. Es war sein erster Auftritt, seit er sich im Frühling des letzten Jahres schwer am Knie verletzt hatte. Ragettlis Plan, für die Olympischen Spiele wieder fit zu werden, scheint aufzugehen.

 
EHC Arosa: Ein Derby-Sieg ist immer schön. Wenn es sich dabei aber auch noch um ein Vierpunkte-Spiel am Strich handelt, dann ist es noch umso schöner: 3:1 setzte sich der EHC Arosa im Bündner Derby vor 1620 Zuschauern im Thomas-Domenig-Stadion in Chur durch und zementierte damit in der MySports League die Bündner Vormachtsstellung der Schanfigger. Die Tore im Facebook-Zusammenschnitt des EHC Arosa:

 
 

Warm

Jasmine Flury: 17. Rang, 9. Rang, 11. Rang – dies die soliden Resultate der Davoser Speed-Fahrerin Jasmine Flury an den beiden Abfahrten und dem Super-G vom Wochenende in Zauchensee. In beiden Disziplinen darf sich Flury berechtigte Hoffnungen machen, für die Olympischen Spiele in Peking selektioniert zu werden. Als nächstes hoffen wir von der Davoserin auf den nächsten Schritt in die Nähe der Medaillenränge.

 

 

Stefan Rogentin: Starkes Weekend auch für Stefan Rogentin in Wengen: Mit einem 11. Platz im Super-G sowie einem 15. und 8. Rang in der Abfahrt bestätigte der Lenzerheidner seine ausgezeichnete Form. Rogentin ist einer der Speed-Aufsteiger der Schweiz in diesem Winter und dürfte in Peking nicht nur im Super-G, Sondern auch in der Abfahrt zum Handkuss kommen. Das Potenzial für den nächsten Schritt des 27-Jährigen ist da – wenn noch nicht dieses Jahr, dann sicher im nächsten Winter. Wir freuen uns!

 

 

Kühl

EHC Chur: Der Stadtklub haderte nach der Derby-Niederlage gegen Arosa mit dem Schicksal. «Der Stadtclub ist optisch die klar bessere und spielbestimmende Mannschaft, tut sich aber einmal mehr schwer mit dem Tore schiessen. So bejubeln am Ende die Schanfigger, seit langer Zeit mal wieder, einen Sieg im Kantonalderby», schrieb ehcfans.ch. Am Ende eine Niederlage, die besonder schmerzt – der Sprung über den Playoff-Strich auf Kosten des Rivalen ist erstmal nicht gelungen. 

 

HC Davos: Ein Shutout-Niederlage zuhause gegen den SC Rapperswil-Jona – das ist nicht gut, auch wenn der SCRJ dieses Jahr mehr als respektabel unterwegs ist. Nach misslungenem Jahresstart muss der HCD nicht aufpassen, plötzlich noch unter den Strich zu rutschen. Der Vorsprung auf die Verfolger schmilzt jedenfalls bedrohlich rasch

 

 

Alex Fiva und Joos Berry: Die Bündner Skicrosser konnten im 2. Rennen im kanadischen Nakiska nicht auftrumpfen. Alex Fiva blieb Viertelfinal-Heat hängen. Joos Berry, der am Freitag mit Platz 7 noch bester Schweizer gewesen war, scheiterte bei der Neuauflage bereits im Achtelfinal.  

 

 

Kalt

Sandro Simonet: Und da waren’s nur noch zwei. Die Olympia-Chancen des Bündner Slalomcracks Sandro Simonet haben sich nach der Nicht-Qualifikation für den zweiten Lauf im Slalom von Wengen wahrlich nicht verbessert. Dass der Lenzerheidner nach wenigen Toren einen Stock verlor, machte die Aufgabe nicht einfacher: Es bleiben noch die beiden Rennen in Kitzbühel und Schladming, um sich doch noch aufzudrängen oder zumindest um die ersten Weltcup-Punkte des Winters einzufahren. Ansonsten wird Peking 2022 ohne den 26-Jährigen stattfinden.

Chur Unihockey, Alligator Malans, HC Prättigau-Herrschaft: Wegen Corona- oder Quarantäne-bedingten Absagen müssen die beiden Bündner Unihockey-NLA-Ligisten und der Eishockey-1.-Liga-Verein weiterhin pausieren.

 

(Bild: GRHeute)