Fußschmerzen vorbeugen 

Wenn es beim Wandern zu Fußschmerzen kommt, wird jeder Schritt zur Qual. Das Ziel scheint plötzlich unerreichbar und die Motivation sinkt mit jedem Meter. Oftmals kommen Schmerzen einfach daher, dass die Füße die Belastung nicht gewöhnt sind, der sie bei langen Wandertouren plötzlich ausgesetzt sind. Es gibt aber auch andere Ursachen wie zum Beispiel schlechtes Schuhwerk oder die falschen Socken. Sogar die Schnürung der Wanderschuhe kann sich auf das Wohlbefinden der Füße auswirken. Vor allem mehrtägige Wandertouren sollten deswegen gut geplant und die Füße entsprechend vorbereitet werden. Doch auch die Nachbehandlung spielt eine wichtige Rolle für die Fußgesundheit.

Vorbereitung auf die Wanderung

Um das Risiko von Belastungsschmerzen zu senken, können die Füße vor einer längeren Wanderung gezielt trainiert werden. Häufiges Barfußlaufen stärkt die Fußmuskulatur und verhindert das Absenken des Fußgewölbes. Außerdem wird die Bildung der Hornhaut gefördert, was unter anderem dazu führt, dass die Füße besser vor Blasenbildung geschützt sind. Doch natürlich zeigt das Barfußlaufen erst nach einiger Zeit Wirkung. Es gibt aber auch einige Maßnahmen, die unmittelbar vor einer Wanderung dafür sorgen, das Risiko für Schmerzen zu verringern. 

Das richtige Schuhwerk besorgen

Gut sitzende Wanderschuhe sind die Voraussetzung für eine gelungene Wandertour und wichtiger Bestandteil der Ausrüstung. Sie sollten stets die optimale Größe haben. Da die Füße im Laufe des Tages und unter Belastung anschwellen, sind 15 bis 20 cm Platz im Zehenbereich optimal. An der Ferse sollten sie hingegen fest sitzen. Zu kleine Schuhe beginnen im Laufe der Wanderung unangenehm zu drücken, während zu große Modelle die Blasenbildung begünstigen. Für den Komfort spielen auch die verwendeten Materialien eine wichtige Rolle. Atmungsaktive Wanderschuhe transportieren den Schweiß verlässlich nach außen und verhindern so schwitzige Füße.  

Schuhe unbedingt einlaufen

Auf keinen Fall sollten die Schuhe nur wenige Tage vor der Wanderung gekauft werden. Denn das Material ist am Anfang oft noch sehr steif. Das Einlaufen der Schuhe ist also Pflicht. So kann sich der Fuß langsam daran gewöhnen. Außerdem besteht die Möglichkeit, verschiedene Schnürtechniken auszuprobieren und so herauszufinden, wie die Schuhe am besten sitzen. Alltägliche Wege wie zum Beispiel zum Supermarkt oder ausgiebige Spaziergänge am Abend eignen sich hervorragend, um die Schuhe nach und nach einzulaufen.

Gute Socken beugen Blasen vor

Auch die Auswahl der Socken wirkt sich maßgeblich auf das Wohlbefinden der Füße beim Wandern aus. Genau wie die Schuhe sollten sie aus einem atmungsaktiven Material bestehen. Allerdings ist Baumwolle ungeeignet. Stattdessen sind Merinowolle und Funktionsmaterialien eine gute Wahl. Socken, die speziell zum Wandern entwickelt worden sind, verfügen an den besonders stark beanspruchten Stellen über Verstärkungen, sodass sie länger halten. Auch bei den Socken sollte auf die optimale Größe geachtet werden. Sonst kommt es zu unerwünschter Reibung, die wiederum Blasen hervorrufen kann.

Empfindliche Stellen richtig schützen

Wer schon vor der Wandertour weiß, an welchen Stellen sich höchstwahrscheinlich Blasen bilden werden, kann sich entsprechend vorbereiten. Mit Tape oder Blasenpflastern aus der Apotheke lassen sich die einschlägigen Stellen vor der Reibung schützen. Der Aufwand lohnt sich. Denn wenn man sich erst einmal eine Blase gelaufen hat, sind die Schmerzen groß. Die Heilung gestaltet sich außerdem langwierig. 

Nachversorgung der Füße

Nach den ersten erfolgreich zurückgelegten Tageskilometern sind die Füße müde und weisen vielleicht auch schon die ersten Verletzungen auf. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sie intensiv zu pflegen und sie optimal auf den nächsten Wandertag vorzubereiten. 

  • Schuhe und Socken unbedingt ausziehen und den Füßen frische Luft gönnen.
  • Ein warmes Fußbad in Kombination mit einer Fußmassage wirkt Wunder und entspannt die geschundenen Füße.
  • Durch das Eincremen mit einer Pflegecreme wird die Haut wieder mit Feuchtigkeit versorgt. Das kann Rissen vorbeugen und macht die Haut insgesamt elastischer. 
  • Die Wanderschuhe und Socken sollten über Nacht gut ausgelüftet werden. 

Die abschließende Fußpflege nach der Wanderung sollte nicht vernachlässigt werden. Denn sie entscheidet neben der Auswahl der Schuhe und Socken darüber, ob die Wanderung fortgesetzt werden kann oder nicht. 

 

 

(Bilder: zVg.)