Der «Iceman» steht an der Spitze der erfolgreichsten Bündner Skifahrer

Mit Carlo Janka verliert der Bündner Skisport den erfolgreichsten Skifahrer des Kantons seit Einführung des Ski-Weltcups 1967. Eine Übersicht der 12 erfolgreichsten Athleten der letzten 55 Jahre.

Auch wenn in den letzten Jahren die ganz grossen Erfolge ausblieben, zeigt der Blick auf der Statistik ganz klar, dass Carlo Janka mit seinen 29 Weltcup-Podestplätzen und je einer Olympia- und WM-Goldmedaille die Nummer 1 in der Bündner Skiszene seit Einführung des Ski-Weltcups ist. Einzig der unverwüstliche Paul Accola als erstem Bündner, der ebenfalls den Ski-Gesamtweltcup gewinnen konnte, kommt resultatmässig in die Nähe des «Iceman» – einzig eine Goldmedaille an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen blieb Accola im Gegensatz zu Janka verwehrt. In seinem zweitletzten Rennen auf der Lauberhornabfahrt am Freitag zeigte Janka mit einem 11. Rang, dass er (zumindest auf seiner Lieblingsstrecke in Wengen) immer noch mit der Weltspitze mitfahren kann.

Der Fis-Ski-Weltcup wurde 1967 ins Leben gerufen, Ski gefahren wird aber natürlich schon bedeutend länger. Die Ski-WM wird seit 1931 bestritten, an den Olympischen Spielen gibts alpine Disziplinen seit den Nazi-Spielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen. In den Vor-Weltcup-Zeiten waren die Bündner Ski Cracks an den Gross-Events fast noch stärker als in den letzten 55 Jahren. So wurde Ruedi Rominger in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts beispielsweise gleich viermal Weltmeister.

Oder das Multitalent Roger Staub, der nach dem zweiten Weltkrieg nicht nur Weltmeister und Olympiasieger wurde, sondern auch als Eishockeyaner mit dem EHC Arosa einen Schweizer Meistertitel gewann. Sie alle haben eins gemeinsam. Ihre sportlichen Erfolge bleiben im kantonalen Ski-Gedächtnis auf ewig erhalten,

 

Zum Ranking

Der Massstab, eine Karriere in Wertungspunkten zu messen, ist natürlich subjektiv. Grundsätzlich wurde der Massstab angewandt, dass eine Olympia-Goldmedaille am «wertvollsten» ist, gefolgt von WM-Gold und dem Sieg im Gesamtweltcup. Diese Wertungspunkte wurden mit den erreichten Rängen multipliziert, um eine Karriere-Wertung zu eruieren. Wohlwissend, dass nicht allein die Resultate über den «Wert» einer Sport-Karriere befinden.

 

Carlo Janka tritt zurück

 

(Bild: GRHeute)