Kunst in Chur kann nun auch digital entdeckt werden

Kunst in Chur kann nun auch digital entdeckt werden

GRHeute
01.12.2023

Anlässlich des städtischen Kulturapéros stellen Stadtrat Patrik Degiacomi und Kulturbeauftragte Helena Mettler zwei Digitalisierungsprojekte im Kunstbereich einem breiten Publikum vor. Mehrere hundert Werke der städtischen Kunstsammlung sind neu online zugänglich. Ausserdem können Kunstwerke im öffentlichen Raum mit einem digitalen Kunstrundgang entdeckt werden. Die Kulturstrategie 2025 ist damit mit Ausnahme der Sanierung des Theater Chur und der Empfehlungen für Kunst am Bau umgesetzt.

Zur Förderung und Dokumentation des regionalen Kunstschaffens erwirbt die Stadt Chur jährlich Werke von bildenden Künstlerinnen und Künstlern. Die Sammlung umfasst inzwischen rund 1’000 Arbeiten aus den letzten 100 Jahren. Es handelt sich dabei um Druckgrafiken, Fotografien, Malereien, Zeichnungen, Skulpturen sowie Textilarbeiten.

In der Sammlung sind sowohl Werke von klingenden Namen wie Augusto Giacometti, HR Giger und Robert Indermaur, wie auch Arbeiten von heute noch unbekannten Kunstschaffenden zu finden. Kürzlich hat die Stadt begonnen, die Werke digital zu erfassen, um sie mittels eines Suchkatalogs der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unter dem Weblink chur.ch/kunstsammlung lassen sich gegenwärtig rund 600 Werke finden und auf Urheberschaft, Entstehungsjahr, Gattung und Stichwort hin durchsuchen. Die Datenbank wird in den kommenden Monaten mit 400 weiteren Werken ergänzt. Eine Vielzahl der Arbeiten wird dank des Online-Suchkatalogs erstmalig für ein öffentliches Publikum sichtbar.

Digitaler Rundgang zur Kunst im öffentlichen Raum

Rund 150 Kunstwerke können im öffentlichen Raum der Stadt Chur jederzeit bestaunt werden. Dort wird die Kunst jedoch oft nur zufällig oder unbewusst wahrgenommen. Dabei birgt jedes Werk eine einzigartige Geschichte, eine etwas andere Perspektive oder gar neue Einblicke.

 

Deshalb wird diese Kunst mit einer mobilen Web-Applikation neu inszeniert und ein digitaler Zugang zu den entsprechenden Werken ermöglicht. Dieser digitale Kunstrundgang mit 24 Stationen kann über die Website maps.chur-kultur.ch aufgerufen werden. Er führt vom Bahnhof über die Altstadt bis zum Rosenhügel und über eine andere Route wieder zurück zum Startpunkt. Auf der Website können alle Kunstwerke mitsamt Hintergrundinformationen angeklickt werden.

Mehr Erlebnis bietet jedoch sicher ein Kunst-Spaziergang. Bewegt man sich nämlich mit dem Smartphone in der näheren Umgebung eines Kunstobjektes, werden automatisch die Hintergrundinformationen zum entsprechenden Objekt eingeblendet und die digitale Kunstwelt Churs verschmilzt mit den Objekten vor Ort.

 

(Bild: «3 Lotus» von Not Vital auf dem Alexanderplatz/zVg.)

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