Die Achse Zürich – Genf stellt alle 7 Bundesräte

Als Guy Parmelin auf das Dreierticket der SVP kam, wurden ihm zuerst kaum Chancen eingeräumt, da schon zwei Westschweizer im Bundesrat sitzen. Gestern spielte das keine Rolle mehr. In der Schweizer Landesregierung sind nun 5 Bundesräte aus Bern und der Westschweiz, eine Aargauerin und ein Zürcher – die Inner- und Ostschweiz, Graubünden und das Tessin sind nicht vertreten.

Der Blick auf die Schweizer Karte (für genauere Daten reinzoomen/Infos mit Klick auf das Kantonswappen) zeigt, wo das Machtzentrum im Bundesrat in den nächsten vier Jahren liegt, und zwar auf der Achse von Zürich nach Genf. Kein Wunder, ist man in der Innerschweiz, dem Tessin, der Ostschweiz und Graubünden mässig begeistert. «Auf jeden Fall werden wir noch intensiver an Allianzen arbeiten müssen», sagte der Bündner CVP-Nationalrat Stefan Engler gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz, «und zwar nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig von der Ost- zur Westschweiz. Das wird noch wichtiger.»

Viel anderes bleibt den Ostschweizer Parlamentariern beim Blick auf die Karte auch gar nicht übrig. Die Unterländer Wirtschaftsachse zwischen Zürich und Genf dominiert die nächsten vier Jahre den Bundesrat. Besonders bedrohlich wirkt dies optisch für den eh schon gebeutelten Tourismus in Graubünden, der Innerschweiz und dem Wallis, gibt es nun doch keine Regionenvertreter aus den Feriendestinationen mehr im Bundesrat.

 

(Quelle Karten/Porträts: www.admin.ch)