EHC Chur feiert verdienten Heimsieg – EHC St. Moritz im Glück

Erfolgreicher Hockey-Abend für Graubünden: Der EHC Chur hat das zweite Playoff-Spiel gegen Biasca in der Verlängerung mit 3:2 gewonnen – die Revanche für die Overtime-Niederlage im 1. Spiel. Jubeln kann auch der EHC St. Moritz: Der «Riesentöter» steht in der 2. Liga im Halbfinal.

Dem EHC Chur ist im zweiten Spiel des Playoff-Halbfinals die Revanche für die unglückliche Niederlage vom letzten Samstag gelungen. Die Churer schlugen gestern Abend zuhause vor 1055 Zuschauern den HCC Biasca verdient mit 3:2 Toren nach Verlängerung und glichen die Playoff-Serie aus. Es war ein überaus wichtiger Erfolg der Platzherren, denn eine Niederlage hätte ihre Chancen auf eine allfällige Finalteilnahme doch arg geschmälert. Nach dem hart erkämpften Sieg gegen einen in jeder Hinsicht unangenehmen Gegner können sie nun aber mit viel Zuversicht in die dritte Partie steigen, die bereits morgen Donnerstag um 20:15 Uhr in Biasca auf dem Programm steht.

Geduldsspiel im Hallenstadion

Es war – ähnlich wie beim Auftakt am vergangenen Samstag in Biasca – ein Geduldspiel, allerdings mit umgekehrtem Ausgang. Fiel die Entscheidung damals doch eher unglücklich zuungunsten der Churer, profitierten sie diesmal in der dritten Minute der Verlängerung von einem Fehler des sonst tadellosen gegnerischen Torhüters Giacomo Beltrametti, der nach einem Gegenstoss einen harten, aber unplatzierten Schuss von Yannick Bucher aus der Fanghand ins Tor fallen liess.

Bis es soweit war, mussten die Einheimischen aber durch die Hölle, denn sie erspielten sich zwar einmal mehr eine Vielzahl an Chancen, scheiterten aber immer wieder am eigenen Unvermögen, am Pech oder am Keeper der Biaschesi. Zudem gewährten sie ihrem Gegner durch unverständliche Aussetzer in der Defensive immer wieder gute Möglichkeiten, die Führung an sich zu reissen und so auch in der zweiten Partie als Sieger vom Eis zu gehen.

Grosse Nervosität im Spiel

Cheftrainer Marc Haueter führte diese teilweise absolut unnötigen Fehler auf die grosse Nervosität seiner Spieler zurück, die sich bewusst waren, um was es ging. Aber genau an diesen Defiziten müssen die Spieler des EHC Chur unbedingt arbeiten, wenn sie die erwartungsgemäss sehr enge Serie für sich entscheiden wollen. Als Gegner kristallisiert sich nach und nach der EHC Dübendorf heraus, der auch in der zweiten Begegnung in Frauenfeld mit 5:4 Toren obenaus schwang und nur noch einen Sieg vor dem Finaleinzug steht.

Das nächste Heimspiel des EHC Chur – die vierte und vielleicht entscheidende Partie gegen den HCC Biasca – findet am Samstag um 20 Uhr im Hallenstadion statt.

 

Telegramm
EHC Chur – HCC Biasca  3:2  (1:1, 0:0, 1:1, 1:0)

Hallenstadion Obere Au – 1055 Zuschauer – SR Maddaloni, Cattaneo/Remund

Tore: 13. (12:44) Dario Gartmann (Holenstein, Gruber) 1:0. 15. (14:06) Trisconi (Beltrametti) 1:1. 47. (46:38) Christen (Schnüriger, Isacco Dotti) 1:2. 52. (51:16) Dario Gartmann (Holenstein) 2:2. 63. (62:46) Bucher (Bigliel) 3:2.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Chur; 7-mal 2 Minuten gegen Biasca.

Chur: Sarkis; Arpagaus, Engler; Morandi, Durisch; Sandro Gartmann, Schwab; Thom; Dario Gartmann, Infanger, Scherrer; Willi, Roner, Holenstein; Horber, Peer, Bigliel; Däscher, Hemopo, Gruber; Bucher.

Biasca: Beltrametti; Rochat, Gianinazzi; Isacco Dotti, Bulgheroni; Fratessa, Zaccheo Dotti; Tosques; Incir, Colombo, Schnüriger; Christen, Hrabec, Celio; Zanetti, Bionda, Trisconi; Terzago, Goi, Balerna; Juri.

Bemerkungen: Chur ohne Camichel und Raganato. Sandro Thom mit Hirnerschütterung out.

 

EHC St. Moritz überrascht weiter

Der EHC St. Moritz erlebt fantastische Playoffs. Der Siebte nach der Regular Season eliminierte zuerst im Achtelfinal-Sieg Illnau-Effretikon in der Serie mit 3:2. Die Zürcher lagen nach der Regular Season immerhin punktgleich mit Leader Dürnten an der Tabellenspitze der 2. Liga, Gruppe 1. Im Viertelfinal gegen Uzwil – Dritter der Regular Season – gelang das Husarenstück mit einem 3:2 in der Serie erneut. Und dies dank einem Sieg im Penaltyschiessen in Spiel 5. Uzwil ging im strafenreichen Spiel mit je 12 kleinen Bankstrafen Ende des Startdrittels in Führung. In der 36. Minute glich Marc Camichel (Assist Marc Wolf) zum 1:1 aus – das Resultat hielt, bis zum Penaltyschiessen, wo sich St. Moritz letztlich durchsetzte. Nach dem Sieg im Penaltyschiessen treffen die Engadiner im 2.-Liga-Halbfinal auf den Kantonsrivalen HC Prättigau-Herrschaft. Die Serie beginnt am Donnerstagabend in Grüsch.

3sÜbrigens: In unserem Weekend-Rückblick vom Montag haben wir dem EHC St. Moritz im Falle eines Sieges in Uzwil drei Pokale versprochen – hier sind sie.  

 

 

(Bild: ehcfans.ch)