Seit dem 1. Januar 2025 wird die drittgrösste Gemeinde des Kantons von Gemeindepräsident Andreas Thöny geführt. Zeit für eine erste Bilanz nach 100 Tagen.
Die Gemeinde Landquart wird im Geschäftsleitungsmodell geführt. Die Aufgaben, Kompetenzen und Prozesse wurden anfangs Jahr neu justiert und geregelt. Die Gemeinde gibt sich ein neues Leitbild und der Gemeindevorstand Legislaturziele. Als Sofortmassnahmen wurden eine Schulraumstrategie gestartet, die Teilnahme am kantonalen Pilotprojekt PAT vereinbart und die Überführung des Forums Landquart in ein FLAG-Amt in die Wege geleitet, wie Andreas Thöny am Mittwoch mitteilte.
Neues Gremium
Drei der sieben Mitglieder des Gemeindevorstands sind neu. Als strategisches Gremium mit Geschäftsleitungsmodell brauchte es eine Klärung des Führungsverständnisses und der Zusammenarbeit. Im Rahmen einer tägigen Retraite erarbeiteten der Gemeindevorstand und die Geschäftsleitung eine neue Organisationsverordnung. Sie regelt die Aufgaben und Kompetenzen und dient als Grundlage für eine gute Zusammenarbeit.
Strategie
Das letzte Leitbild der Gemeinde Landquart stammt aus dem Jahr 2004. Ein neues Leitbild soll der Fokussierung der Gemeindeentwicklung dienen. Der Auftrag wurde erteilt. Das Leitbild soll zusammen mit den Legislaturzielen bis Ende Jahr vorliegen. Die finanzielle Situation der Gemeinde hat sich in den vergangenen Jahren stetig verschlechtert. Die Schulden stiegen an, während das Finanzvermögen abnahm. Eine vertiefte Analyse des Finanzhaushaltes soll Aufschluss über notwendige Massnahmen geben.
Sofortmassnahmen
Die Gemeinde hat ein Schulraumproblem. Die Schülerzahl nahm in den vergangenen Jahren stark zu und sie werden weiter markant steigen. Der Schulraum reicht an drei von vier Standorten nicht mehr aus. Bevor weitere Investitionen getätigt werden, soll eine Strategie die Richtung aufzeigen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Sonderschüler zu. Das Pilotprogramm PAT des Kantons zur Elternbildung und frühkindlicher Förderung geht das Problem an. Familien mit besonderen Belastungssituationen werden ab der Schwangerschaft begleitet. Die Gemeinde hat eine Vereinbarung mit dem Kanton unterzeichnet. Pro Junior bietet die Begleitungen an.
Schliesslich ist der Betrieb des Forums Landquart als Tagungszentrum vor zwei Jahren von der Gemeinde übernommen worden. Es gilt nun nach der Aufbauphase dem Betrieb mehr unternehmerische Verantwortung zu übergeben. AB 2026 soll das Forum als FLAG-Amt mittels Leistungsauftrag und Globalbudget geführt werden. Der Auftrag für die entsprechenden Formalitäten wurde erteilt.
(Bild: zVg.)