Rekordergebnis für GKB

Rekordergebnis für GKB

Die GKB hat im letzten Jahr einen Rekordgewinn von 230,6 Millionen Franken erzielt. Das sind über 11 Prozent mehr als 2022. Die Ausschüttung an den Kanton und die Partizipanten wird um 11,8 Prozent erhöht: Pro PS gibt es 47.50 Franken. 

«Wir dürfen erneut Topwerte präsentieren», sagte Bankenpräsident Peter Fanconi am Freitag vor den Medien im GKB Auditorium in Chur. Die Zahlen präsentieren sich wie folgt: 

Konzerngewinn: CHF 230.6 Mio. / +11.1%
Geschäftserfolg: CHF 258.5 Mio. / +18.5%
Nettogeldfluss: CHF -0.5 Mrd. (Vorjahr: CHF +1.6 Mrd.)
Kundenausleihungen: CHF +1.4 Mrd. / +6.2%
Geschäftsvolumen: CHF 73.1 Mrd. / +1.4%

Für den Kanton bedeutet das: Er bekommt 103,5 Millionen Franken ausgeschüttet. Für das einzelne Portemonnaie bedeutet das: Pro Einwohnerin und Einwohner ergibt das 511 Franken. «Das ist eine wunderschöne Zahl, und toll, dass wir die 500-Franken-Marke geknackt haben», sagte Peter Fanconi. Für die Partizipationsscheine bedeutet das: Pro Schein gibt es eine Dividende von 47.50 Franken. Fünf Franken mehr als letztes Jahr – und die höchste Erhöhung seit immer. 

Eine weitere Veränderung für das einzelne Portemonnaie gibt es im Moment nicht. Ob die Kontoführungsgebühren abgeschafft werden, wollte Daniel Fust zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. «Uns sind die Gebühren wichtig. Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, dass wir uns an den Gebühren gesundstossen», sagte Daniel Fust. Mit dem Hausbankgebührenmodell hätte die GKB schon seit zehn Jahren ein Modell, bei dem man ohne Gebühren geschäften könne – sofern man 10’000 Franken auf dem Konto hat und seine Geschäfte mit E-Banking abwickelt. 

Die Basis für den erneuten Rekordgewinn – den neunten in zehn Jahren, wie Peter Fanconi sagte – sind die gut 1000 Mitarbeitenden: «Wir bewegen uns aktiv in eine neue Arbeitswelt, und ich sage das für alle fünf Generationen, die derzeit auf dem Arbeitsmarkt sind. 93 Prozent der Mitarbeitenden haben positive Emotionen in Bezug auf die GKB Kultur. 91 Prozent haben auch in Bezug auf New Work positive Emotionen und Erwartungen. Auf dieser Basis kam das Ergebnis 2023 zusammen», sagte Daniel Fust. 

Risikoverlauf erfreulich

Die strategisch angestrebte Krisenresistenz widerspielte sich in Stossdämpfern wie den anrechenbaren Eigenmitteln liegen über den erforderlichen Eigenmitteln. Wir haben im 2023 Werberichtigungen von 3,5 Millionen Franken gemacht. Das sind eine Million Einzelwertberichtigungen. «Damit können wir festhalten, dass der Risikoverlauf in unserem Kreditportfolio weiterhin sehr erfreulich ist», sagte Daniel Fust. 

Die Zinserträge sind um 264.2 Millionen Franken gestiegen und stehen um 197.7 Millionen Franken höheren Zinsaufwendungen gegenüber. Damit erhöhte sich der Brutto-Zinserfolg um 66.5 Millionen Franken beziehungsweise um 24.6 Prozent auf 336.7 Millionen Franken. Nach der Normalisierung des Zinsumfeldes stieg die Bruttozinsmarge – gemessen an der Bilanzsumme – auf dasselbe Niveau wie vor der Negativzinsphase, hiess es zudem in einer Medienmitteilung der Bank. 

Eine der produktivsten Banken der Schweiz

Der Geschäftsaufwand inklusive Abgeltung der Staatsgarantie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 8.6 Prozent oder um 18.6 Millionen Franken auf 234.4 Millionen Franken. Die Gründe dafür waren die Erweiterung des Konsolidierungskreises um die BZ Bank, steigende Investitionen sowie ein höherer Personalaufwand. Die Cost/Income-Ratio II sank vor dem Hintergrund der gesteigerten Erträge auf 48.8 Prozent und liegt damit deutlich unterhalb des strategischen Maximalwertes von 55.0 Prozent.

Ausblick 2024: Gutes Ergebnis erwartet

Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation erwartet die GKB ein gutes Ergebnis mit einem Konzerngewinn im Bereich von 200 bis 220 Millionen Franken und einem Gewinn pro Partizipationsschein von 76 bis 84 Franken. Oder wie es Peter Fanconi persönlich ausdrückte: «Wir sind gut gestartet und freuen uns auf das, was kommt.»

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(Bilder: zVg)

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Rachel Van der Elst

Redaktionsleiterin/Region
Rachel Van der Elst mag Buchstaben: analog, virtuell oder überall, wo Menschen sind. In einem früheren Leben arbeitete sie unter anderm bei der AP, beim Blick, bei 20Minuten, beim Tages-Anzeiger und bei der Südostschweiz. In ihrer Handtasche immer dabei: Jasskarten.