Weissenstein, 16. Juli 2016, Schwingen - Weissenstein - Schwinget 2016. Armon Orlik (H, Maienfeld) bezwingt im Schlussgang Joel Wicki (V, Soerenberg) und freut sich ueber den Sieg (Rolf Eicher/EQ Images)

Die zehn Bündner am «Eidgenössischen»

Morgen geht’s in Estavayer-le-Lac los: Das Eidg. Schwing- und Älplerfest verzückt wieder die Schweiz. Graubünden ist mit zwei Spitzenschwingern am Start.

250’000 Zuschauer werden zum Mega-Event in der Westschweiz erwartet, rund 30 Millionen Franken beträgt das Budget des ESAF 2016. Der Nordostschweizer Schwingerverband tritt mit 71 Schwingern in Estavayer-le-Lac an, darunter sind zehn Bündner. Als einer der Favoriten steigt der erst 21-jährige Maienfelder Armon Orlik ins Sägemehl. Mit sechs Kranzfestsiegen hat er diese Saison mehr Grosserfolge auf seinem Konto als alle anderen, gerade mal vier Gänge verlor der Bündner in dieser Saison. Ob er mit den (vor allem Berner) Grössen wie Schwingerkönig Matthias Sempach, seinem Vorgänger Kilian Wenger oder Christian Stucki mithalten kann, wird sich zeigen. Zumindest der erste Kranz an einem Eidgenössischen müsste für Orlik drinliegen.

Public Viewing bei der Churer Neumühle

Landmaschinen-Unternehmer Andreas Mehli organisiert auf dem Firmengelände bei der Churer Neumühle ein Public Viewing für Schwingfans. Für den Anlass wird die grosse Werkhalle in eine Arena mit rund 400 Sitzplätze «umgebaut», der Eintritt zum Public Viewing ist frei. Am Samstag, 27., und Sonntag, 28. August, wird das gesamte Live-TV-Programm vom Schwingfest übertragen, gestartet wird am Freitagabend mit einer «Warmup-Party». Dazu gibt es eine Festwirtschaft, Ländlermusik und weitere Attraktionen.

Ebenfalls realistische Kranz-Chancen hat am Wochenende Beat Clopath, Kranzfestsieger 2016 am St. Galler Kantonalschwingfest. Wie Clopath ist auch Mike Peng ein «Eidgenosse», ob er dieses Kunststück von vor sechs Jahren in Estavayer-le-Lac wiederholen kann, wird sich zeigen. Seine Kranz-Chancen sind aber wie jene der weiteren sieben Bündner eher klein, obwohl dem einen oder andern ein Exploit zuzutrauen ist. Hier sind die Bündner am Eidgenössischen.