Einbruchsserie in Graubünden: Täter durchbrechen Polizeisperre

In der Nacht auf Dienstag wollte die Polizei zwei Fahrzeuge in Trin und Tamins anhalten. Die Insassen des einen Fahrzeugs flüchteten zu Fuss, die anderen fuhren mit einem gestohlenen Auto davon. Sie stellten sich als Einbrecher heraus – und sie machten in der Nacht auf heute weiter. Und durchbrachen dabei erneut eine Polizeisperre. 

Der als gestohlen gemeldete Personenwagen fuhr bei seiner Flucht am Montagabend in Richtung Trin. Als die Polizeipatrouille das Auto zum Halten aufforderte, beschleunigte der Lenker und bog nach dem Tunnel Trin nach rechts ab. Die Insassen, mindestens vier Männer, sprangen aus dem Fahrzeug und flüchteten. Der Personenwagen überfuhr darauf führerlos eine Signalisationstafel, überquerte die Kantonsstrasse und kollidierte mit dem Strassenbord. Kurz nach 4 Uhr morgens missachtete ein zweiter Personenwagen das Haltezeichen der Polizei in Tamins. Wenig später stellte sich heraus, dass das Fahrzeug auf dem Parkplatz einer Unternehmung in Trin gestohlen wurde. Dort fehlte ebenfalls ein Tresor, der gestern von einem Landwirt bei seinem Stall in Trin entdeckt wurde.

In der Nacht auf heute ist es zu weiteren Delikten gekommen, die auf die Täter der letzten Nächte hindeuten. Im Raum Reichenau – Domat/Ems – Chur kam es zu weiteren Einbrüchen und Einbruchversuchen. Zudem wurde in Domat/Ems erneut ein Personenwagen gestohlen, bei dem der Schlüssel steckte. Der Lenker des gestohlenen Fahrzeuges durchbrach wiederum eine Polizeikontrolle. Aufgrund des Täterverhaltens geht die Kantonspolizei Graubünden davon aus, dass es sich um dieselbe Gruppe handelt, die die Delikte in der Nacht zuvor ausgeübt hat. Die Fahndung nach den flüchtigen Personen wird weitergeführt.

 

Verdächtiges melden – Fahrzeuge sichern 

Die Bevölkerung wird gebeten, verdächtige Personen sofort über Telefon 117 zu melden. Die Polizei geht davon aus, dass die Täterschaft über keine eigenen Fahrzeuge verfügt. Deshalb wird dazu aufgerufen, dass abgestellte Personenwagen abgeschlossen sind und keine Fahrzeugschlüssel deponiert oder steckengelassen werden.

 

(Quelle: Kantonspolizei Graubünden)