Am 20. Dezember 2025 ging mit dem letzten Sonderjagdtag die Jagd auf Schalenwildtiere zu Ende. Insgesamt wurden 4630 Hirsche, 2776 Rehe, 2894 Gämsen und 78 Wildschweine erlegt. Mit diesem Ergebnis leisten die Bündner Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Beitrag für einen gesunden Schutzwald.
Nach einer durchschnittlichen Hochjagdstrecke im Herbst fiel der Sonderjagdplan beim Hirsch mit 1711 Tieren im Jahr 2025 tiefer aus als im Vorjahr (1955). Mit 281 Rehen war der Sonderjagdplan hingegen deutlich höher als 2024 (148 Tiere). Die Jagd auf Schalenwildtiere endete am 20. Dezember 2025 mit dem letzten Sonderjagdtag, wie die Standeskanzlei des Kantons Graubünden am Mittwoch mitteilte.
Mittlere Sonderjagdstrecke
Die Sonderjagd 2025 startete in vielen Regionen des Kantons in der zweiten Novemberhälfte bei guten Bedingungen. Das warme Wetter im Dezember und das Ausbleiben von nennenswerten Niederschlägen verzögerte dann aber den Zug der Hirsche in die Wintereinstände. Sie blieben bis zum letzten Jagdtag weiträumig verteilt, teilweise bis über die Waldgrenze. Entsprechend schwierig gestalteten sich die Jagdbedingungen. Trotzdem erlegten die Jägerinnen und Jäger 1049 Hirsche, was einer durchschnittlichen Sonderjagdstrecke entspricht. Eine hohe Strecke wurde mit 203 Tieren beim Reh erzielt. Zudem wurden in der Mesolcina 6 Wildschweine und in den Wald-Wild-Problemgebieten des Bündner Rheintals 3 Gämsen erlegt.
Gutes Gesamtergebnis der Jagden 2025
«Mit einem Gesamtergebnis von 4630 Hirschen und 2776 Rehen wurde der kantonale Abschussplan beim Hirsch um über 95 Prozent und beim Reh vollständig erfüllt», zieht Lukas Walser, Abteilungsleiter Wild & Jagd beim Amt für Jagd und Fischerei, Bilanz. Mit 2165 weiblichen Tieren sei der qualitative Plan beim Hirsch mit gut 82 Prozent erfüllt worden (Vorjahr 80,4 %). Mit knapp 34 Prozent ist die Entnahme aus dem kantonalen Frühlingsbestand der Hirsche (13 585 Hirsche) sehr hoch und vergleichbar mit den Vorjahren. «Ob die angestrebten Bestandsentwicklungen mit der Jagd 2025 auf regionaler Ebene weiterverfolgt werden konnten, werden die Bestandserhebungen im kommenden Frühling aufzeigen», sagt Lukas Walser.
Regulierung ist und bleibt anspruchsvoll
Seit 2020 ging der kantonale Hirschbestand um über 2700 Hirsche (17 %) zurück. Der tiefere Bestand, der mehrjährig hohe Jagddruck und die zunehmende Präsenz der Grossraubtiere führen dazu, dass die Bejagung vielerorts schwieriger wird. Damit die über die Strategie der Regierung «Lebensraum Wald-Wild 2021» definierten regionalen Zielbestände der Hirsche erreicht und langfristig gehalten werden können, ist ein Engagement der Jägerinnen und Jäger weiterhin wichtig. «Damit sich die Verjüngungssituation im Wald nachhaltig verbessert, ist es wichtig, dass neben der Jägerschaft alle Anspruchsgruppen einen Beitrag zur Umsetzung der Strategie der Regierung ‘Lebensraum Wald-Wild 2021’ leisten», sagt Lukas Walser.
(Bild:



