Kantonsspital bietet Geburtshaus-Service an

Kantonsspital bietet Geburtshaus-Service an

GRHeute
04.03.2026

Das Kantonsspital Graubünden bietet neu am Standort Fontana die Möglichkeit einer hebammengeleiteten Geburt an. Das neue Angebot verbindet eine individuelle Betreuung durch erfahrene Hebammen mit der Sicherheit und Infrastruktur einer modernen Gebärabteilung.

Das Angebot der hebammengeleiteten Geburt im Kantonsspital Graubünden startet im April. Sylke Schwarzenbach, Pflegeleiterin Frauenklinik Fontana sagt: «Wir freuen uns, die hebammengeleitete Geburt anbieten zu können. Damit haben wir die Möglichkeit, dem zunehmenden Wunsch von werdenden Eltern zu entsprechen. Wir können somit eine Lücke in unserem Angebot schliessen. Die Hebammen arbeiten dabei im Schichtsystem, sodass die hebammengeleitete Geburt an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr möglich ist», wie das Kantonsspital Graubünden am Mittwoch mitteilte. 

Die hebammengeleiteten Geburten finden, genauso wie die ärztlich geleiteten Geburten, in der Gebärabteilung am Standort Fontana statt. Die Hebammen betreuen die Geburt in eigener fachlicher Verantwortung. Sie müssen zwei Kriterien erfüllen: Zwei Jahre Berufsausübung nach abgeschlossenem Studium und mindestens ein Jahr hochprozentige Berufserfahrung in der Frauenklinik Fontana. Jasmin Battaglia, Co-Stationsleiterin der Gebärabteilung, sagt: «Auch Mutter und Kind müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Frau und Kind müssen gesund und die Schwangerschaft bisher problemlos verlaufen sein. Zudem muss das Kind in Schädellage liegen, mindestens 2500g wiegen und die Geburt mit spontanem Wehenbeginn findet zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche statt. Diese Abklärungen und ihre Wünsche besprechen wir mit den werdenden Eltern in unserer Hebammensprechstunde, mindestens sechs Wochen vor Geburtstermin.»

Bei der hebammengeleiteten Geburt beschränken sich medizinische Interventionen auf ein Minimum, die von Hebammen selbst ausgeführt werden. Sollten beim Geburtsvorgang vermehrte medizinische Interventionen oder bestimmte Schmerzmedikamente notwendig sein, kann jederzeit das ärztliche Team hinzugezogen werden. Selbstverständlich geschieht dies auch beim Auftreten von Komplikationen oder dem Wunsch der Frau entsprechend. «Die Geburt geht zu diesem Zeitpunkt in das Modell der ärztlich geleiteten Geburt und die Verantwortung auf Ärztinnen und Ärzte über», erklärt Carolin Blume, Chefärztin Geburtshilfe.

(Bild: GRHeute)

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