Das Sportförderungskonzept dient als Grundlage für alle Massnahmen des Kantons Graubünden auf dem Gebiet der Förderung von Sport und Bewegung. Es ist seit 2016 in Kraft und bereichert seither die Bündner Sportförderung mit zahlreichen Neuerungen. Um die Fördermassnahmen weiter zu optimieren und den sich ändernden Bedürfnissen anzupassen, wurde das Konzept nach vier Jahren überprüft.

Im Rahmen des Sportförderungskonzepts stellt der Kanton Graubünden die aktuelle Situation in den verschiedenen Bereichen der Sportförderung dar und definiert darin die Schwerpunkte seiner Sportförderungspolitik. Die Liste der Massnahmen, die seit Inkrafttreten des Konzepts im Jahr 2016 realisiert wurden, ist lange und zeugt von einer guten Zusammenarbeit der verschiedenen mit Sport befassten Stellen und Partnern. Von insgesamt 22 Zielen, welche vor fünf Jahren festgelegt wurden, konnten 15 voll und sechs teilweise erreicht werden. Nur bei einem Ziel musste nachträglich erkannt werden, dass die Realisierung mit unverhältnismässig hohem Aufwand verbunden wäre.

Den optimierten Weg weitergehen

Das überprüfte Konzept soll nun, nach gründlicher Überprüfung und Optimierung der ersten Fassung, für längere Zeit Bestand und Gültigkeit haben. Die Umsetzung der nun beschlossenen Fördermassnahmen soll optimierend wirken und die sowohl von der Bevölkerung als auch von den Sportverbänden und Gemeinden als bereits «gut» beurteilte Sportförderung festigen und weiter optimieren.

Neu enthält das Sportförderungskonzept 18 Ziele mit insgesamt 38 konkreten Massnahmen, die in den kommenden Jahren handlungsleitend sein werden. Diese umfassen unter anderem eine verstärkte Beratung und Vernetzung der beteiligten Stellen und Partner über alle Förderschwerpunkte hinweg. Die Bewegungsförderung an Schulen soll nochmals als wichtiger Ansatzpunkt vertieft werden, um möglichst alle Kinder und Jugendlichen zu erreichen. Dabei legt das Konzept ein besonderes Augenmerk auf die Vielseitigkeit. Überdies will sich Graubünden offen zeigen für Bewegungsinitiativen, die die gesamte Bevölkerung oder Teile davon ansprechen und möglichst viele Menschen zu Sport und Bewegung motivieren. Hier wird der Fokus insbesondere auf Projekte im Schnee- und Outdoorsport gelegt.

Im Bereich Leistungssport gilt das Augenmerk der Vereinbarkeit mit schulischer und beruflicher Ausbildung, die noch weiter verbessert und optimal auf die Nachwuchsathletinnen und -athleten ausgerichtet werden soll. Des Weiteren ist im Förderschwerpunkt «Sportinfrastruktur» die Devise, Bewegungsräume zu sichern und nachhaltig zu nutzen. Neben der Zugänglichkeit der klassischen Sportanlagen, auf die die Sportvereine angewiesen sind, werden vielfältige und zugängliche Bewegungsräume als zentral angesehen, damit die Bevölkerung sich ausreichend bewegen kann.

Vom Kinder- und Jugendsport zum Leistungssport…

Viele der Massnahmen, welche bereits mit dem Sportförderungskonzept im Jahr 2016 lanciert wurden, haben sich bewährt. Herauszuheben ist beispielsweise das Nachwuchsleiterprogramm «1418Leiter», das bei vielen Vereinen eines der brennendsten Probleme aufgreift und mit der Ausbildung von 14- bis 18-jährigen Jugendlichen einen konkreten und erfolgreichen Beitrag gegen den Leiterinnen- und Leitermangel leistet. Zu erwähnen ist aber auch die neu geschaffene Betriebsfinanzierung von Leistungszentren, welche seither im Nachwuchsleistungssport für Planungssicherheit sorgt.

…über Anlässe und Infrastruktur…

Mit dem «Tag des Bündner Sports» entstand auf Wunsch der Verbände ein regelmässiger Anlass, der die wertvolle Arbeit und die gesellschaftliche Bedeutung der Sportvereine in allen Regionen des Kantons ins Schaufenster stellt. Für Graubünden wichtig sind aber auch die verschiedenen touristischen Sportgrossveranstaltungen. Hier konnte die Beitragsbemessung insofern angepasst werden, dass der Kanton höhere Beiträge an Veranstaltungen gewähren kann, die den Bekanntheitsgrad der Tourismusregion Graubünden und die touristische Wertschöpfung erhöhen, von überregionaler Bedeutung sind und in deren Kommunikationskonzept die Marke graubünden miteinbezogen wird. In Bezug auf den Förderschwerpunkt «Sportinfrastruktur» wurde das kantonale Sportanlagenkonzept (KASAK) überarbeitet und um Förderung von Sportanlagen regionaler Bedeutung erweitert.

…bis zu Information und Beratung

Besonders gefragt waren Beratungen im Bereich der Gestaltung von Bewegungsräumen wie Spiel- und Pausenplätzen, Pumptracks, Fitnessparcours in der freien Natur (Parcs da Moviment) oder auch von sicheren Schulwegen. Ein Schwerpunkt wurde im Bereich Integration von Menschen mit Beeinträchtigung gelegt: Mit der Angliederung und finanziellen Unterstützung der Koordinationsstelle von Special Olympics konnte eine wertvolle Aufbauarbeit geleistet werden. Im Hinblick auf die Special Olympics World Winter Games 2029 in Chur und Umgebung werden die Anstrengungen für eine inklusive Sportwelt weitergeführt.

(Quelle: Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement)

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