Stransky-Knak erlösen den HCD eine Minute vor Schluss

Stransky-Knak erlösen den HCD eine Minute vor Schluss

GRHeute
01.04.2025

Was für ein Drama im zweiten Playoff-Halbfinal vom Dienstagabend in Davos: Der HCD führte gegen die ZSC Lions mit 3:0 und musste die Zürcher im Schlussdrittel ausgleichen lassen. Am Ende sorgte ein Geniestreich von Marej Stransky und Simon Knak 64 Sekunden vor der Schlusssirene doch noch für den 4:3-Sieg für Davos. Die Serie ist damit auf 1:1 ausgeglichen.

Im zweiten Halbfinalspiel der Playoff-Serie zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions haben sich die Bündner vor 6547 Zuschauern in der ausverkauften Davoser Eishalle zurückgemeldet. Dank einem späten Treffer von Simon Knak kurz vor Schluss sicherte sich der HCD einen dramatischen 4:3-Sieg und glich die Serie auf 1:1 aus.

Was als souveräner Auftritt der Davoser begann, entwickelte sich im letzten Drittel zu einem echten Nervenkrimi. Der HCD dominierte lange, führte zwischenzeitlich mit 3:0 – und stand am Ende dennoch kurz vor dem Kollaps. Erst Knaks Treffer 66 Sekunden vor der Sirene brachte die erlösende Entscheidung und sorgte für Ekstase auf den Rängen.

Ein Start nach Mass

Die Gastgeber starteten schwungvoll ins Spiel und setzten die Lions früh unter Druck. Nach zwei vergebenen Überzahlmöglichkeiten schlug Davos im dritten Anlauf zu: Zadina verwertete in der 18. Minute einen schönen Doppelpass mit Nussbaumer zur 1:0-Führung. Mit viel Tempo und Aggressivität erarbeitete sich der HCD auch im zweiten Drittel Vorteile – und belohnte sich: Parrée erhöhte in der 23. Minute auf 2:0, ehe Altmeister Ambühl nach einem Fehler von Kinnunen gar auf 3:0 stellte (37.).

Der 41-jährige Routinier war einer der auffälligsten Spieler auf dem Eis. Unermüdlich rackerte der Captain, war an beiden Enden des Spielfelds präsent und belohnte sich mit einem wichtigen Treffer. Ambühl macht deutlich: Sein Karriereende soll noch eine Weile warten.

Zürcher Aufholjagd im Schlussdrittel

Lange wirkten die ZSC Lions ideenlos und fahrig. Erst ein Energieanfall kurz vor der zweiten Drittelspause brachte den Umschwung: Malgin verkürzte in der 40. Minute auf 1:3. Was dann folgte, war eine Zürcher Druckphase mit beeindruckender Effizienz. Henry gelang mit seinem ersten NL-Treffer der Anschluss (46.), Lammikko glich in der 51. Minute aus – plötzlich war Davos völlig von der Rolle.

Gerade als alles auf eine Verlängerung hindeutete, schlug Davos noch einmal zu. Stransky setzte Kukan mit aggressivem Forechecking und einem Energieanfall unter Druck, eroberte die Scheibe und legte mustergültig für Knak auf – der netzte 64 Sekunden vor Schluss in nicht einfacher Art und Weise backhand zum 4:3 ein.

«Davos lebt!», schallte es nach dem Schlusspfiff von den Rängen. Was wie eine fast sichere Sache für den HCD aussah, wurde durch einen Zürcher Zwischenspurt zum Zitterspiel – umso süsser war die Erlösung durch Knaks Siegtor. Die Fans feierten ihr Team lautstark und mit Standing Ovations.

Die Parallele im Westen

Auch in der Westschweiz ist die Halbfinalserie wieder offen: Fribourg-Gottéron siegte gegen Lausanne knapp mit 1:0 dank eines späten Treffers von Jäger – ein Abend der knappen Entscheidungen im Playoff-Halbfinal.

Spiel 3 zwischen dem ZSC und dem HCD folgt am Donnerstag in Zürich. Nach diesem dramatischen zweiten Akt ist klar: Diese Serie verspricht noch jede Menge Emotionen.

 

(Bild: SRF)

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