Allegra, Moin Moin, HSV!

In der ersten Juli-Hälfte hat der Hamburger Sportverein seine Zelte in Schluein aufgeschlagen. Das einwöchige Trainingslager wurde zum sympathisch gemütlichen Volksfest.

Die Raiffeisen Arena Crap Gries wurde seinem Ruf als schmucken Kleinstadion mitten in den Bergen vollauf gerecht. Bei strahlendem Sonnenschein bereitete sich der deutsche Bundesligist auf die neue Saison vor, mit der festen Absicht, dieses Jahr dem Abstiegsgespenst nicht erst in letzter Sekunde zu entkommen. Auch Graubünden Ferien, die Hamburg und Norddeutschland stärker ins Visier nehmen wollen, liess sich nicht lumpen und sorgte mit auffälligen, aber passenden Bandenwerbungen für ein gutes Ambiente.

Zu einem Trainingslager gehören natürlich auch Trainingsspiele, wobei die beiden Bündner Sportklubs (und einzigen 2.-Ligisten) US Schluein-Ilanz und Chur 97 zum Handkuss kamen. Das Heimteam ging zwar vor 1562 Zuschauern mit 1:13 unter. Ramon Derungs wurde gleichwohl zur Schulleiter Fussball-Legende. Er nämlich erzielte das Ehrentor und freute sich danach, an diesem Abend der Frauenschwarm zu sein.

 


 

Auch Chur 97 bekam die Chance, gegen den grossen HSV zu spielen, ein Torerfolg blieb den Hauptstädtern aber verwehrt. Immerhin gabs «nur» eine 0:6-Niederlage, eine Grössenordnung, die auch der HSV in der heimischen Liga immer wieder mal am eigenen Leib zu spüren bekommt.

 


 

Die Mischung zwischen Trainingsbesuchern und den Hanseaten passte: USSI, die Weisse Arena und  Graubünden Ferien kamen auf jeden Fall authentisch und freundlich rüber. Und der HSV? Die Spieler gaben nach den Trainings fleissig Autogramme und standen geduldig für Selfies zur Verfügung. Ein sympathischer Auftritt, der einige neue Hamburg-Fans gewonnen hat. Die Ruhe in den Bündner Bergen schien den Mannen von Trainer Bruno Labbadia auf jeden Fall zu behagen. Nächstes Jahr kommen sie wieder. Dann hoffentlich immer noch als Bundesligist.