Jetzt gibts in Graubünden zwei Radio Grischa

Jetzt gibts in Graubünden zwei Radio Grischa

GRHeute
02.04.2025

Der Medienunternehmer Roger Schawinski gibt nicht auf: Nachdem die bisher von der Somedia gehaltene Marke «Radio Grischa» aufgrund einer richterlichen Verfügung gelöscht wurde, lanciert er per sofort einen Musikstream unter dem traditionsreichen Namen – als Zeichen seines «weiterhin ungebrochenen Engagements gegen das Medienmonopol in Graubünden».

Roger Schawinski bleibt dran: Per sofort geht «Radio Grischa – Stream» online – ein neuer Musikstream, lanciert vom Zürcher Medienunternehmer und seinem Churer Partner Stefan Bühler. «Ich kämpfe weiter! Mein grosses Anliegen bleibt es, das Medienmonopol durch die Familie Lebrument in Graubünden zu brechen», erklärt Schawinski kämpferisch.

Der Stream folgt auf einen bedeutenden Etappensieg: Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) hat den Markenschutz für «Radio Grischa» gelöscht – dem Antrag der Radio Alpin Grischa AG wurde vollumfänglich stattgegeben. «Nach diesem Etappensieg im Markenstreit will ich den Bündnerinnen und Bündnern zumindest einen musikalischen Vorgeschmack auf das Radio Grischa geben, das sie hoffentlich bald bekommen werden!», so Schawinski.

Verfahren ist wieder offen

Auch nachdem die von Bundesrat Albert Rösti und seinem Uvek erteilte Sendekonzession vom Bundesverwaltungsgericht entzogen wurde, bleibt die Zukunft des Projekts weiterhin offen. Schawinski und Bühler haben nämlich beim selben Gericht ein Revisionsgesuch eingereicht. Ein neuer Instruktionsrichter hat das Verfahren inzwischen eröffnet und eine Vernehmlassung bis zum 14. April eingeleitet.

«Die Tatsache, dass das Bundesverwaltungsgericht auf unseren Revisionsantrag eingetreten ist und das Institut für Geistiges Eigentum den bisherigen Markenschutz für Radio Grischa aufgehoben hat, zeigt, dass die Verfahren um die Konzessionserteilung wieder offen sind», so Schawinski weiter.

Der neue Stream soll nicht nur ein erstes Zeichen setzen, sondern bereits heute den Hörerinnen und Hörern in Graubünden zeigen, wofür das neue «Radio Grischa» stehen wird: Für musikalische Vielfalt und später auch für journalistische Unabhängigkeit und – also ein klarer Kontrast zur bestehenden monopolistischen Medienlandschaft. «Wir glauben an die Medienvielfalt – auch und gerade in Graubünden», betont Stefan Bühler.

Der «Radio Grischa – Stream» ist ab sofort online verfügbar auf www.radiogrischa.com.

 

(Bild: zVg.)

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